Berliner Ensemble: Claus Peymann beklagt Qualitätsverlust der Theater durch „Jugendwahn“

Intendant Claus Peymann verabschiedet sich als Direktor des Berliner Ensembles. Vor der Presse prangerte der 79-Jährige einen „Jugendwahn“ bei deutschen Bühnen an – und meinte damit sowohl die Ensembles als auch die Regisseure.

Claus Peymann: Der Jugendwahn bedroht die Qualität der Theater

Der scheidende Intendant des Berliner Ensembles (BE), Claus Peymann, hat einen „Jugendwahn“ an den deutschen Bühnen beklagt. Alte Schauspieler gebe es in Zukunft in den Ensembles wahrscheinlich nicht mehr, sagte der 79-Jährige in seiner letzten Pressekonferenz als Direktor der  Traditionsbühne am Berliner Bertolt-Brecht-Platz . „Wir sind vielleicht das letzte Ensemble, in dem sich alte und junge Schauspieler gemeinsam um das Theaterglück bemühen.“

Peymann: „Das Herz ist ausgerissen“

„Die Symbiose zwischen den Alten und den Jungen, das ist das Herz eines Ensembles. Und das Herz ist ausgerissen“, sagte Peymann. „Wir erleben die Auflösung der letzten Ensembles im deutschsprachigen Theater.“

Auch die zum Berliner Theatertreffen eingeladenen Regisseure würden immer jünger. „Der Jugendwahn ist ausgebrochen“, kritisierte der Theater-Patriarch.

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