#BTW2017: Deutschland hat gewählt – Bundesverband Initiative 50Plus fordert Demografie-Fonds

Bundestagswahl 2017: CDU/CSU und SPD mit historischen Verlusten – Afd drittstärkste Kraft im Bundestag – FDP zurück im Parlament

Bei der 19. Wahl zum Deutschen Bundestag wird die Union trotz heftiger Verluste erneut und schon zum 16. Mal stärkste Partei, die SPD fällt auf ihr schlechtestes Ergebnis im Bund, Linke und Grüne sind relativ stabil. Der FDP gelingt nach ihrem Absturz 2013 ein starkes Parlaments-Comeback und mit der AfD erzielt erstmals seit 34 Jahren eine neue Partei Mandate.

Substanziell getragen von den Wählern der Generation 50Plus heißen die wichtigsten Gründe für den Unionswahlsieg das Parteiansehen, die Regierungsarbeit, die Sachkompetenz und die Spitzenkandidatin Bundeskanzlerin Angela Merkel. Flankiert vom Wunsch nach einer unionsgeführten Bundesregierung profitiert die CDU/CSU auch weiter von der Arbeit und Reputation einer Kanzlerin, die in einem ökonomisch starken Deutschland und einem global fragilem Umfeld Stabilität und Führungsstärke vermittelt. Selbst wenn Angela Merkel inzwischen partiell stark polarisiert, bescheinigen ihr praktisch wie im hervorragenden Schnitt der letzten zwölf Jahre 73 Prozent der Deutschen als Kanzlerin eine gute Arbeit.

Während im abgelaufenen Wahlkampf das Thema Flüchtlinge vorherrschend war, wird es nun in der Alltagsarbeit der kommenden Regierung weniger um die Aufarbeitung vermeintlicher Fehler der Vergangenheit gehen können, sondern vielmehr um die Gestaltung der Zukunftsaufgaben unseres Landes. Dazu gehören vorrangig die Umsetzung des Grundgesetzes, das gleichartige Lebensverhältnisse in Stadt und Land vorschreibt. Wohnungsbau, Digitalisierung, Umbau vorhandener Arbeitsplätze für ältere Arbeitnehmer, die auskömmliche Gestaltung des finanziellen Lebensstandards im Alter – also die Rente und die private und betriebliche Altersvorsorge -, Kampf gegen die weiter wachsende Altersarmut, die Sicherung der Gesundheitsversorgung auch in den schwächer besiedelten ländlichen Räumen und die Sicherstellung der Pflege sind Aufgaben, die jetzt angepackt werden müssen.

Voraussetzung für die Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels sind eine grundlegende und ordentliche Bestandsaufnahme, die Einbeziehung von Erfahrungen, die unsere Nachbarländer gemacht haben und die Umsetzung auch von Vorschlägen, die zunächst unkonventionell wirken.

Bundesverband Initiative 50Plus fordert mehr Einsatz für die Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels und einen Demografie-Fonds

„Die Interessenvertretung der Generation 50Plus in Deutschland, der Bundesverband Initiative 50Plus, fordert von den nun 709 Mitgliedern des neuen Deutschen Bundestages mehr Engagement für die Zukunftsaufgaben unseres Landes.

Die Themen Arbeitsplätze, Gesundheit, Rente, Altersarmut und Pflege sind nur einige Beispiele für das, was in den nächsten vier Jahren unbedingt zukunftsfest geregelt werden muss.

Grundlage für alle Entscheidungen muss sein, überhaupt zu wissen, welche Kosten die Demografie in Deutschland verursacht. Der Bundesverband Initiative 50Plus fordert die Schaffung eines Sonder-Vermögens. Jetzt, wo es uns gut geht und die Steuereinnahmen sprudeln, muss ein Demografie-Fonds gespeist werden. Dieser Demografie-Fonds soll dann die Kosten des demografischen Wandels finanzieren und garantieren, dass auch die nachwachsenden Generationen später gern und gut in unserem Land leben können.“ So Uwe-Matthias Müller, Vorstand des Bundesverband Initiative 50Plus.

Mehrheit der Bundesbürger will alle vier Jahre wählen

In der aktuellen politischen Diskussion wurde die Frage aufgeworfen, ob der Bundestag zukünftig, wie einige Landesparlamente nur noch alle fünf Jahre gewählt werden sollte. Im INSA-Meinungstrend wurde gefragt, wie die Befragten zu dieser Forderung stehen. Nur jeder dritte Befragte (30 %) unterstützt eine Verlängerung der Legislaturperiode von vier auf fünf Jahre. Männer (33 %) vertretren eher diese Ansicht als Frauen (26 %). Die relative Mehrheit der Befragten (43 %) spricht sich gegen eine Verlängerung aus. 18 Prozent der Befragten wissen nicht, wie sie eine Verlängerung beurteilen sollen.

Mit steigendem Alter sprechen sich deutlich mehr Befragte für eine Verlängerung der Legislaturperiode aus. Während nur 16 Prozent der 18- bis 24-Jährigen eine Verlängerung auf fünf Jahre unterstützen, sind es bei den Befragten über 65 Jahre fast drei Mal so viele Befürworter (45 %). Viele der jungen Befragten unter 44 Jahren (je 25 %) wissen allerdings auch keine Antwort auf die Frage oder machen keine Angabe (17 %; 15 %; 10 %).

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