BTW2017: Schluss-Spurt und Entscheidung

In 2 Tagen ist es soweit. Um 08.00 Uhr am 24. September 2017 öffnen bundesweit die Wahllokale. Tausende Wahlhelfer erwarten 61,5 Millionen von Wahlberechtigten zur Stimmabgabe. Bis 18.00 Uhr werden die Stimm-Zettel ausgegeben und die Abgabe der ausgefüllten Wahl-Bögen überwacht. Danach geht es an die Auszählung und die Übermittlung der erfassten Zahlen. Bereits um 18.00 Uhr veröffentlichen die Medien erste Zahlen. Die sogenannten Prognosen stammen von Meinungsforschungsinstituten wie Infratest dimap (ARD) oder der Forschungsgruppe Wahlen (ZDF). Diese bitten am Wahltag vor möglichst repräsentativ ausgewählten Wahllokalen die Wähler, ein zweites Mal für eine Umfrage ihre Stimme anonym abzugeben. 2013 waren dafür jeweils zwischen 50.000 und 100.000 Wähler nach der Stimmabgabe befragt worden. Schon gegen 18.15 Uhr werden die ersten Hochrechnungen erwartet.

Wer heute noch unentschlossen ist, welche der 42 für den neuen Bundestag kandidierenden Parteien er wählen soll, kann mit Hilfe des Wahl-O-Mat die Positionen der Parteien mit seiner eigenen Meinung vergleichen. Der Wahl-O-Mat ist eine Einrichtung der Bundeszentrale für politische Bildung.

Mehrheit der Wahlberechtigten ist älter als 50

Am 24. September 2017 sind 61,5 Millionen Bürger wahlberechtigt. Erstmals liegt die Zahl der Wahlberechtigten, die älter als 50 Jahre sind, mit 34,5 Millionen über 50 %.

Das mag ein Grund sein, warum die Kandidaten notwendige Aussagen zu den Kern-Themen der Demografie vermieden. Wähler sollten möglicherweise nicht verschreckt werden, Reformen, die unumgänglich sein werden, auf die Zeit nach der Wahl verschoben werden.

Themen 50Plus im Wahlkampf unter den Teppich gekehrt

Die finanzielle Sicherung des Lebensstandards im Alter – also die Rente, die private und betriebliche Altersvorsorge – hat im zu Ende gehenden Wahlkampf keine Rolle gespielt. Die Parteien haben die Rente einfach nicht thematisiert. BESTZEIT-PLUS berichtete darüber: #BTW2017: Rente im Wahlkampf kein Thema – Ergebnis einer INSA-Umfrage im Auftrag des DIA. Überhaupt war die Zukunftssicherung unseres Lande merkwürdig wenig im Gespräch. Die Risiken und Chancen des demografischen Wandels, die Bevölkerungs-Entwicklung in Stadt und Land, das Renteneintrittsalter, die Tele-Medizin, die Pflege-Situation, die rasant steigende Altersarmut – wenn überhaupt waren das nur Rand-Themen im Bundestags-Wahlkampf 2017. Im sogenannten TV-Kanzler-Duell wurden diese Begriffe nicht erwähnt, die Themen nicht aufgegriffen.

Ab Montag dem 25. September 2017 wird die wirklich wichtige Frage nicht sein, was aus Martin Schulz wird oder wo die AfD im Bundestag sitzt. Die unsere Zukunft entscheidende Frage lautet, wie gestalten wir aktiv und erfolgreich den demografischen Wandel in Deutschland.

Es gibt viel zu tun. Packen wir’s an. Wir können es  schaffen!


Titel-Bild: Bernd Kasper / pixelio.de

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