Bundestagswahl: Analysen zum Wahlverhalten der Generation 50Plus

Das Meinungsforschungs-Institut INSA – ein Partner des Bundesverband Initiative 50Plus – hat im Vorfeld der anstehenden Bundestgswahl interessante Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zum Wahlverhalten der Generation 50Plus veröffentlicht.

Wie beeinflusst das Alter das Wahlverhalten?

Diese Woche hat INSA-Meinungstrend gefragt, welchen Einfluss das Alter der Befragten auf deren Wahlverhalten hat. Zunächst sollten die Befragten angeben, ob sie zur Wahl gehen würden, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Drei Viertel (76 %) der Befragten ab 65 Jahren würden sicher zur Wahl gehen, was der höchste Wert im Vergleich zu den übrigen Altersgruppen ist. Bei den Befragten zwischen 25 und 64 Jahren würden jeweils knapp zwei Drittel (65-66 %) sicher zur Wahl gehen, am niedrigsten fällt der Wert mit 57 Prozent bei den 18- bis 24-Jährigen aus.

Diejenigen, die ganz sicher nicht zur Wahl gehen würden, sind bei den Befragten aller Altersklassen in der Minderheit (7-12 %).

Die Sonntagsfrage

Außerdem wollte INSA von den Befragten wissen, welche Partei sie wählen würden, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Generell würden sich die meisten Befragten aller Altersklassen für die Union entscheiden (31-42 %). Das klarste Votum für die Union findet sich bei den Befragten ab 65 Jahren, von denen mehr als zwei Fünftel (42 %) die CDU bzw. CSU wählen würden. Drei von zehn Befragten ab 65 Jahren (29 %) würden genauso wie jeweils knapp ein Viertel der 25- bis 34-Jährigen (23 %) sowie der 45- bis 64-Jährigen (25-27 %) die SPD wählen. Bei der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen lassen sich mit 17 Prozent anteilig die meisten Wähler der Grünen finden, die Linke wird vor allem von den Befragten zwischen 35 und 64 gewählt (12-14 %).

Wie unterschiedlich informieren sich die Generationen?

INSA fragte dann, woher die Befragten ihre politischen Informationen beziehen. Insgesamt bezieht ein Fünftel (19 %) Informationen zu Politik hauptsächlich aus der Tageszeitung. Männer stimmen dieser Aussage mit 22 Prozent eher zu als Frauen mit 16 Prozent. Der Blick auf das Alter der Befragten zeigt, dass sich Zeitungsleser hauptsächlich in der Gruppe der über 65-Jährigen finden (31 %).

Fast ein Viertel aller Befragten (23 %) bezieht politische Informationen hauptsächlich aus dem Internet. Auch hier stimmen Männer mit 27 Prozent eher zu als Frauen mit 19 Prozent. Hier ist die Altersverteilung im Vergleich zur Tageszeitung umgekehrt: Von den 18- bis 24-Jährigen beziehen zwei Fünftel (41 %) ihre Informationen aus dem Internet, während es bei der ältesten Gruppe ab 65 Jahren weniger als halb so viele sind (18 %).

Insgesamt beziehen drei von zehn Befragten (29 %) ihre politischen Informationen hauptsächlich aus dem Fernsehen. Hierbei lassen sich keine bedeutenden Unterschiede im Antwortverhalten von Männern und Frauen feststellen. Der Blick auf die Altersgruppen zeigt, dass das Fernsehen als hauptsächliches Medium der politischen Information vor allem in den Gruppen der 55- bis 64-Jährigen (33 %) sowie der über 65-Jährigen (49 %) beliebt ist.

Anders sieht es bei der Aussage aus, dass die Befragten viel mit Verwandten oder Freunden über Politik diskutieren. Insgesamt stimmt ein Viertel aller Befragten (26 %) hier zu, wobei sich bei der Beliebtheit zwischen Männern und Frauen keine Unterschiede beobachten lassen. Jeweils etwa ein Drittel der jüngsten Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren (33 %) sowie der ältesten Gruppe ab 65 Jahren (35 %) gibt an, durch Diskussionen hauptsächlich ihre politischen Informationen zu beziehen. In den mittleren Altersgruppen von 25 bis 64 Jahren stimmt jeweils rund ein Fünftel der Aussage zu (20-24 %).

Vernachlässigbar ist das Radio als Medium der hauptsächlichen politischen Information. Insgesamt stimmt etwa jeder neunte Befragte (11 %) der Aussage zu, über das Radio hauptsächlich seine politischen Informationen zu beziehen. Am ehesten beliebt ist dieses Medium bei den Befragten über 65 Jahren (16 %).

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