Das Leben 50Plus ist bunt

Der Bundesverband Initiative 50Plus gründet den „Film-Club 50Plus“. Damit trägt der Bundesverband der Tatsache Rechnung, dass Menschen der Generation 50Plus mehr erwarten, als „Brot und Spiele“. Das erste Event des Film-Club 50Plus findet in Heidelberg statt und befasst sich mit dem Film „Hannah Arendt“ mit Barbara Sukowa in der Hauptrolle.

Der Bundesverband Initiative 50Plus e.V. (BVI50Plus) hat den Film-Club 50Plus unter der Leitung von Hermann-Josef Kracht, Direktor Geschäftsentwicklung Deutschland-Mitte, gegründet. Im Film-Club 50Plus wird interessierten Menschen der Generation 50Plus die Möglichkeit geboten, besondere Filme an ausgewählten Orten genießen zu können. Ergänzt werden die Film-Vorstellungen durch Lesungen, Vorträge und Diskussionen rund um die Themen der jeweiligen Filme.

Den Auftakt bildet eine Veranstaltung in Heidelberg, in der am 8. Januar 2013 im Gloria-Kino der international bereits hochgelobte Film Hannah Arendt aufgeführt wird. Der Film von Margarete von Trotta mit Barbara Sukowa in der Titelrolle beschreibt, wie das persönliche Umfeld der Philosophin Hannah Arendt auf deren Berichterstattung über den Eichmann-Prozeß in Jerusalem reagierte. Der Autor Alois Prinz wird über sein Werk „Beruf Philosophin oder Die Liebe zur Welt. Die Lebensgeschichte der Hannah Arendt“ sprechen. Nach dem Film werden Prof. Dr. Frederek Musall von der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und Herr Prinz eine Nachbetrachtung vornehmen.

Der Film Hannah Arendt – ein Stück Zeitgeschichte

Als Hannah Arendt (Barbara Sukowa) 1961 in Jerusalem den Gerichtssaal betritt, um für den renommierten The New Yorker über den Prozess gegen den Nazi-Verbrecher Adolf Eichmann zu berichten, erwartet sie, auf ein Monster zu treffen. Stattdessen erlebt sie einen Niemand. Die geistlose Mittelmäßigkeit Eichmanns passt nicht zum abgrundtief Bösen seiner Taten. Dieser Widerspruch beschäftigt Hannah Arendt sehr. Zurück in New York liest sie hunderte Prozessakten, recherchiert, diskutiert mit ihrem Mann Heinrich Blücher (Axel Milberg) und ihren Freunden. Ab Februar 1963 erscheint unter dem Titel „Eichmann in Jerusalem“ ihre Artikelserie im The New Yorker. Mit ihrer These von der „Banalität des Bösen“ schockiert Arendt die Welt. Die Reaktionen sind verheerend und niederschmetternd. Hannah Arendt wird geächtet, angefeindet, verliert lebenslange Freunde. Das Unverständnis einiger ihrer Freunde trifft sie hart, weniger die Hetzkampagnen, die zahlreiche Medien entfachen. Dennoch bleibt sie konsequent bei ihrer Haltung, sie kämpft und scheut keine Auseinandersetzung, wenn es um für sie so wichtige Themen wie Totalitarismus und Macht geht. Denn sie will verstehen. Auch wenn das bedeutet, „dahin zu denken, wo es weh tut“.

Der „FÖRDERVEREIN BEGEGNUNG“ unterstützt finanziell diese Veranstaltung.

„Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, zum Start des Film-Club 50Plus in Heidelberg eine so anspruchsvolle Veranstaltung organisieren zu können. Besonders dankbar bin ich den Unterstützern – der jüdischen Gemeinde Heidelberg und der Hochschule für jüdische Studien und ganz besonders dem „FÖRDERVEIN BEGEGNUNG“  der uns finanziell unterstützt – für die Zusammenarbeit. Da die Veranstaltung keinen kommerziellen Zweck hat, werden wir keine Eintrittspreise verlangen. Dafür würden wir uns über eine entsprechende Spende sehr freuen. Der Überschuss dieser Veranstaltung wird an die Jüdische Gemeinde Heidelberg, den katholischen Kindergarten St. Elisabeth in Eberbach, der  Heidelberger Werkgemeinschaft e.V. sozialtherapeutischer Verein, sowie die Initiative Not-Hilfe 50Plus – Generationenhilfe gespendet“ so Hermann-Josef Kracht, Direktor Geschäftsentwicklung Deutschland-Mitte des BVI50Plus.

Motor bei der Bewältigung des demografischen Wandels

Der BVI 50Plus versteht sich als unabhängige Initiative für die Vertretung der berechtigten Interessen von 34 Millionen Menschen in Deutschland. Der Verband will ein starker Motor bei der Bewältigung des demografischen Wandels sein und nimmt das Heft des Handels in die Hand. „Wir wollen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft motivieren, die Bedürfnisse der Generation 50Plus zu erkennen und deren vielfältigen Poten-ziale zu nutzen. Den Menschen möchten wir Mut machen, konkrete Lebenshilfe geben und sie anspornen, mit Freude die erforderlichen Umbauten der Gesellschaft mitzugestalten“, so Wolfgang Schmidt-Dahlberg, Vize-Präsident des BVI50Plus. Der Verband bietet dazu die Netzwerk-Plattform, auf der sich alle Kräfte online und offline zusammenfinden, austauschen und tätig werden können. „Wir wollen, dass die Menschen der Generation die Freude am Leben genießen, aber sich auch der sozialen Verantwortung für unsere Gesellschaft bewusst sind und sich dafür engagieren“, sagte Schmidt-Dahlberg.

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