Demografie-Debatte Deutschland: gelungener Auftakt in Berlin – Impressionen

Am 22. und 23. November 2018 startete im Microsoft-Atrium in Berlin die Demografie-Debatte Deutschland. 150 geladene Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik diskutierten mit Experten Fragen der Kosten der Demografie sowie die Potentiale der Digitalisierung in einer alternden Gesellschaft. Gastgeber war der Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus), Mit-Veranstalter das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) und das Meinungsforschungs-Institut INSA.

Viele Impulse wurden erarbeitet die dazu anregen, 2019 die Demografie-Debatte Deutschland in verschiedenen Bundesländern fortzusetzen und dort dann auch zusätzliche regionale Schwerpunkte zu setzen.

Impressionen der Demografie-Debatte Deutschland 2018

Die Vorbereitung der zweitägigen Veranstaltung in Berlin und deren reibungslose Durchführung wäre ohne die effiziente und geräuschlose Koordination von Conny Lobert (LOB Brand Communications) nicht denkbar gewesen. Daneben arbeitete das Team von BZ-NachrichtenTV (Media Ready) um Roland Wiedenmann an der Dokumentation der Vorträge und Diskussionen. Bild-Material erstellte Renate Zott, Helli Hapel empfing die eintreffenden Gäste herzlich. TV-Journalist Peter Escher führte durch die zwei Tage und sorgte mit einer sowohl konzentrierten als auch launigen Moderation für Kurzweil und hielt den Interesse-Pegel der Teilnehmer der Demografie-Debatte Deutschland 2018 aufrecht.

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Henning Scherf mit starker Botschaft gegen die Vereinsamung im Alter

DDD2018 wird von Uwe-Matthias Müller eröffnet

Um 15.00 Uhr eröffnete der Geschäftsführende Vorstand des Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus) Uwe-Matthias Müller die Demografie-Debatte Deutschland. Er legte dar, dass die Veranstaltung dazu dienen solle, das Bewusstsein für die Herausforderungen und Chancen des demografischen Wandels in Deutschland einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Daher seien auch zwei Themen-Schwerpunkte gesetzt worden, die sonst so nicht im Gespräch seien: 1. Kosten-Faktoren und Kosten der Demografie und 2. die Potentiale, die die Digitalisierung für eine alternde Gesellschaft anbiete.

Das Unverständnis darüber, dass viele gesellschaftliche Gruppen und die Politik die drängendsten Fragen der demografischen Entwicklung bislang nur unzureichend anpackten, schwang in den Einführungs-Worten von Müller mit.

Müller dankte dem Team für die hervorragende Vorbereitung der Veranstaltung und dem DIA sowie INSA für die Kooperation als Mit-Veranstalter und ONC für die Beratung. Und ohne Unterstützer und Sponsoren aus der Wirtschaft wäre das Format der Demografie-Debatte Deutschland nicht zu stemmen gewesen, so Uwe-Matthias Müller.

Die Einstimmung kam dann von Dr. Henning Scherf, dem früheren Präsidenten des Senats von Bremen und Botschafter des Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus). In einem leidenschaftlichen Appell warb Scherf für ein anderes und zeitangepasstes Altersbild. Sein besonderes Anliegen ist die Bekämpfung der Alters-Vereinsamung. In dem Zusammenhang forderte Henning Scherf mehr sozialen Zusammenhalt durch stärkere Familien-Verbünde und den Mut zu anderen Wohn-Formen, wie z.B. Alters-WGs.

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Welche Faktoren bestimmen die demografische Entwicklung?

Der Frage, welche Einfluss-Faktoren die demografische Entwicklung bestimmen und wie Deutschland im internationalen Vergleich steht, ging Dr. Reiner Klingholz, Direktor Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, nach. Dabei machte er klar, dass starke soziale Systeme und ein hervorragendes Bildungs-Angebot die entscheidenden Aspekte seien. Während aktuell etwa 26 % des BIP für die Kosten der Demografie aufgewendet würden, könnten es im Jahr 2050 bereits mehr als 32 % des Bruttoinlandsproduktes ein. Damit würde dann jeder dritte in Deutschland erwirtschaftete Euro in die demografische Entwicklung fließen.

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Vom Generationenvertrag zum Generationenpakt

Droht ein Kampf der Generationen um die gesellschaftlichen Ressourcen? Dieser Frage ging Prof. Dr. Horst Opaschowski, Wiss. Leiter des Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung (O.I.Z), Hamburg, nach. Der Rückblick des Zukunftsforschers stimmt ihn für die kommenden Jahre optimistisch. Prof. Opaschowski sieht gute Chancen für ein besseres Miteinander der Generationen – zumal es gar keine friedvolle und vernünftige Alternative gäbe. Notwendig sei allerdings mehr Aufklärung und die Schaffung eines Bewusstseins für die notwendigen Veränderungen in einer alternden Gesellschaft.

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Dialog der Generationen

Sarna Röser, Bundesvorsitzende bei DIE JUNGEN UNTERNEHMER und Mitglied der Geschäftsleitung bei Röser FAM GmbH & Co. KG, und Helmut Muthers, Gründer & Geschäftsführer MUTHERS INSTITUT für Strategisches Chancen-Management sowie Landes-Geschäftsführer des BVI50Plus in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, diskutierten in einem von Peter Escher moderierten Gespräch das Engagement älterer Beschäftigter in Unternehmen. Fazit: ohne geht es nicht aber es muss noch viel mehr Employer Branding eingesetzt werden, um ältere Beschäftigte zu motivieren, sich länger im Arbeitsleben zu engagieren.

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Berliner Abend – der gesellschaftliche Höhepunkt

Die Demografie-Debatte Deutschland verzichtete auf Kaviar und Champagner. Dem Motto „Berliner Abend“ wurde durch Kalbs-Buletten, Havelzander, Spreewälder Gurken und Teltower Rübchen gehuldigt. Natürlich durfte auch die obligate Curry-Wust nicht fehlen. Abgerundet wurden die von fleißigen Servier-Damen von „Fuchs & Gans“ im Flying Buffet gereichten Speisen durch eine Auswahl von Wackel-Puddings, Eis am Stiel aus dem Bauchladen und regionalen Limonaden, Fritz Kola und deutschen Weinen. Im Vordergrund allerdings standen die Gespräche und das Knüpfen von Kontakten.

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Kosten der Demografie – private Altersvorsorge in Deutschland im internationalen Vergleich

Charles Neus von Schroders Investment Management in Frankfurt – einer Tochter des englischen Bankhauses Schroders – beschrieb eindrücklich die unterschiedlichen Anlage-Mentalitäten in Deutschland und den Niederlanden. Während bei unserem westlichen Nachbarn bereits in der Schule Finanzfragen gelehrt würden, stecke Deutschland noch immer in einem paternalistischen Sorgestaats-Denken fest. Daher legten Anleger hierzulande mehr Wert auf vermeintliche Sicherheit, als auf attraktive Rendite.

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DIA-Studie 50Plus

Hermann Binkert, Chef des Meinungsforschungs-Institutes INSA – einem Partner des Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus) – stellte die Ergebnisse der jüngsten DIA-Studie 50Plus vor. Dabei wies Hermann Binkert besonders auf ein verändertes Lebensgefühl der Generation 50Plus hin, die sich positiver und jünger fühle, als sie von anderen Generationen wahrgenommen würde.

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Update Demografiepolitik: Die Abstimmung mit dem Bund und Schwerpunkte auf Landesebene

Über Bundesländer-spezifische Aufgaben-Stellungen berichteten der Demografie-Beauftragte von Baden-Württemberg, Thaddäus Kunzmann und der stellvertretende Leiter der Demografie-Agentur in Thüringen, Dr. Olaf Zucht. Dieter Hapel, Leiter des Hauptstadt-Büros des Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus) stellte den Deutschland-Plan Demografie vor. Dabei hob er die Forderung nach der Bildung eines nationalen Demografie-Rates hervor.

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Potentiale der Digitalisierung in einer alternden Gesellschaft

Professor Gerhard Hirzinger, Lehrstuhl-Inhaber für Echtzeitsysteme und Robotik an der Fakultät für Informatik der Technischen Universität München, erläuterte Potentiale in der Tele-Medizin und Bewegungs-Unterstützung. Beide Bereiche sind weit fortgeschritten und bedingen unbedingt ein flächendeckend zuverlässiges Internet.

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Künstliche Intelligenz (KI) – was kann sie heute schon leisten?

Daniel Kompe, Microsoft Technologie-Strategieberater für MedTech und Healthcare, erläuterte, was der Tech-Konzern in der Pipeline hat und welche Philosophie Microsoft antreibt. Dabei machte Daniel Kompe klar, dass KI unterstützen, nicht ersetzen soll.

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Audibene – gelungene Verknüpfung von Online- und Offline-Business

Valentin Gruber, Deutschland-Chef von Audibene, beschrieb anhand von Hörakustik-Systemen, wie Offline-Handel bzw. -Dienstleister von einem Online-Dienstleister profitieren können. Der mittlerweile in Europa führende Anbieter von Hörakustik-Analyse und- Beratung Audibene trägt so seinen Teil dazu bei, auch kleine Geschäfte in Innenstädten mit Kunden zu versorgen und die Innenstädte belebt zu halten.

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Dialog von Staat und Wirtschaft

Christian Hirte, MdB und Parlamentarischer Staats-Sekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, gab dem Auditorium am Ende der Auftakt-Veranstaltung der Demografie-Debatte Deutschland einen Einblick in die Demografie-Strategie der Bundesregierung. Dabei hob er die Notwendigkeit der Beschleunigung der Digitalisierungs-Anstrengungen hervor und wies auf das Potential älterer Beschäftigter im Zusammenhang mit dem Fachkräfte-Mangel hin.

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Fazit der ersten Demografie-Debatte Deutschland: es gibt noch viel zu tun und wir packen es an!

„Demografie ist nicht leicht. Wir haben nun aber einmal die demografische Entwicklung wie sie ist und sollten gemeinsam des Beste daraus machen. Der Bundesverband Initiative 50Plus jedenfalls wird den Demografischen Aufbruch weiter vorantreiben und dankt allen Freunden und Partnern, die dabei mittun. Wir sehen uns 2019 in den Bundesländern!“

Mit diesen Worten beendete Uwe-Matthias Müller, Geschäftsführender Vorstand des Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus) die Auftakt-Veranstaltung der Demografie-Debatte Deutschland und wünschte allen Beteiligten eine frohe Adventszeit.


Die Demografie-Debatte Deutschland wurde ermöglicht mit freundlicher Unterstützung von

  • Schroders Investment
  • Garant Immobilien
  • Qineva
  • Promedicaplus
  • DocMorris
  • Media Access
  • LOB Brand Communications
  • Media Ready
  • ONC
  • Orca Affairs

Medienpartner: Finanzen Verlag

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