Demografie: Deutsche Post stellt Vorsorge-Feldversuch ein

Was wie eine gute Idee klingt, hat nun ein Ende. Die Deutsche Post AG hatte Mitte 2014 in Gelsenkirchen und Mülheim einen Feldversuch gestartet. Briefträger sollten bei Senioren, die dies wünschten und bezahlten, nach dem rechten sehen. „So haben auch die Angehörigen das sichere Gefühl zu wissen, dass es ihren Lieben gut geht“, warb die Post in einer Broschüre für den kostenpflichtigen Service „Post persönlich“. Die Idee: Der Postbote klingelt an der Haustür und schaut, ob alles in Ordnung ist. Sollte jemand Hilfe benötigen oder nicht die Tür öffnen, verständigt der Briefträger die Johanniter – ähnlich wie bei einem Hausnotruf-System, aber eben persönlich mit einem kurzen Gespräch. Dafür verlangte die Post 40,00 Euro im Monat.

Jeder sinnvolle Weg aus der Alters-Anonymität ist gut

Wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ nun berichtet, wurde der Post-Service bereits vor Monaten still eingestellt. „Wir haben den Service Ende 2015 aufgrund einer zu geringen Kundennachfrage eingestellt“, bestätigte Konzernsprecher Alexander Edenhofer nun auf Anfrage der Zeitung.

„Oft leiden ältere Menschen unter Einsamkeit oder Alters-Anonymität. Jeder sinnvolle Weg daraus ist zu begrüßen. Neben Nachbarn und bürgerschaftlich Engagierten stehen für professionelle Hausnotruf-Dienste auch viele christliche Einrichtungen zur Verfügung.“ so Uwe-Matthias Müller, Bundesverband Initiative 50Plus.

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