Demografie: Durchschnittliche Haushaltsgröße weiter geschrumpft

Gegenwärtig teilen sich in Deutschland 2,01 Menschen einen gemeinsamen Haushalt. Im Jahr 1991 lag der Wert noch bei durchschnittlich 2,27.

Darauf hat Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) nach einer Auswertung des Mikrozensus hingewiesen. Gründe für die gesunkene Haushaltsgröße sind der Rückgang der Kinderzahlen, die kleiner werdende Zahl von Mehrgenerationenfamilien und eine gleichzeitige Zunahme alleinlebender Menschen.

Die Verkleinerung der Haushalte kann in allen Bundesländern beobachtet werden, allerdings mit unterschiedlichen Ausprägungen. Besonders stark sind die Rückgänge der durchschnittlichen Haushaltsgrößen seit 1991 in den ostdeutschen Bundesländern ausgefallen: In Mecklenburg-Vorpommern lebten kurz nach der Wiedervereinigung noch 2,57 Menschen in einem Haushalt, in Thüringen waren es 2,45. Mittlerweile beträgt die durchschnittliche Haushaltsgröße in beiden Ländern nur noch 1,92 beziehungsweise 1,93 Personen pro Haushalt. Die kleinsten Haushalte befinden sich bundesweit in den Stadtstaaten Berlin (1,80), Hamburg (1,85) und Bremen (1,87), was vor allem am hohen Anteil von Einpersonenhaushalten liegt. Dagegen weisen die Flächenländer Baden-Württemberg (2,10) und Rheinland-Pfalz (2,08) die größten Haushalte auf.

Für die Zukunft ist davon auszugehen, dass die Haushalte nicht mehr so stark schrumpfen werden wie in der Vergangenheit: „In den Stadtstaaten haben sich die Werte weitgehend stabilisiert, und auch im Osten Deutschlands scheint der Rückgang entschleunigt“, erklärt Dr. Evelyn Grünheid vom BiB. Außerdem wirken ein leicht steigendes Geburtenniveau und die Zunahme von Zweipersonenhaushalten bei älteren Menschen stabilisierend auf die durchschnittliche Haushaltsgröße.

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