Die aktuelle Sonntagsfrage – diese Woche auch zur Europa-Wahl

Im politischen Berlin steigt das Fieber und viele fragen, wie lange die „GroKo“ noch hält und wann Angela Merkel den Schlüssel zum Kanzleramt an AKK übergibt. Ende dieses Monats wollen die Briten die EU verlassen, am 29. Mai 2019 wählen dann die EU-Bürger ein neues europäisches Parlament. Genügend Anlässe, um die politische Stimmungs-Lage abzufragen. Die Ergebnisse hat das Meinungsforschungs-Institut INSA – ein Partner des Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus).

Im aktuellen INSA-Meinungstrend kommt die Union auf 29 Prozent der Stimmen. Mit 17 Prozent ist die SPD aktuell zweitstärkste Kraft, gefolgt von den Grünen mit 15,5 Prozent. An vierter Stelle steht die AfD mit 14,5 Prozent. FDP und Linke liegen mit jeweils zehn Prozent gleichauf.

Womit die Union im Vergleich zur Vorwoche einen halben Punkt verliert und die SPD sogar einen ganzen. AfD und FDP gewinnen jeweils einen halben Punkt hinzu und Die Linke gewinnt einen Prozentpunkt. Die Grünen halten ihr Ergebnis der letzten Woche.

Bei den sicheren Stimmen verlieren CDU/CSU sowie SPD jeweils drei Prozentpunkte. Die FDP verliert einen und Die Linke gewinnt einen dazu. Bei AfD und Grünen gibt es bei den sicheren Stimmen keine Veränderung.

Das Potential aller Parteien hat sich in dieser Woche vergrößert. Am stärksten gewinnen die Grünen dazu (3 Punkte), Linke und CDU/CSU gewinnen jeweils zwei Punkte und SPD, AfD und FDP jeweils einen.

Während das Negativpotential der AfD um zwei Punkte steigt, verringert es sich bei den restlichen Parteien. Union und SPD verlieren jeweils zwei Punkte, Grüne und FDP jeweils drei und Die Linke verkleinert ihr Negativpotential um vier Punkte .

Wie würden die Europäer aktuell das Europa-Parlament wählen??

Die Wahl zum Europäischen Parlament findet am 23. bis 26. Mai 2019 statt. Selbstverständlich interessieren wir uns auch hier wieder, wie die aktuelle politische Stimmung in Deutschland ist. Die Europawahl sollte aber nicht ausschließlich aus nationaler Perspektive betrachtet werden. Aus diesem Grund haben wir uns mit namhaften Meinungsforschungsinstituten aus Italien, Spanien, Polen und Frankreich zusammengeschlossen und eine Netzwerkkooperation ins Leben gerufen, um Daten zur Stimmung in den Ländern Europas auszutauschen. Wir interessieren uns sowohl für die Wahlabsicht zur Europawahl als auch für verschiedene Themenbereiche, für deren Erforschung wir einen gemeinsamen Fragebogen entwickelt haben. INSA übernimmt dabei die Befragung in Deutschland und Österreich.

Die Institute sowie die aktuellen Sonntagsfrage-Ergebnisse der Länder finden Sie in der folgenden Übersicht. Wir präsentieren Ihnen in diesem Newsletter die Ergebnisse der thematischen Befragung aller Länder im Vergleich. Es sind bis zur Europawahl noch mehrere Wellen geplant. Wir werden Sie über die Ergebnisse auf dem Laufenden halten.

In Deutschland käme die Union, wenn am kommenden Sonntag Europawahlen wären, auf 29 Prozent. Die SPD läge an zweiter Stelle mit 16 Prozent. 15 Prozent könnten die Grünen erlangen und zwölf Prozent die AfD. Die FDP würde 9,5 Prozent der Stimmen erreichen und Die Linke neun Prozent. Da bei der Europawahl keine formelle Prozenthürde für den Einzug ins Europaparlament gilt, weisen wir auch zumindest die Parteien aus, die auf mindestens ein Prozent kommen. Die Freien Wähler kämen auf 2,5 Prozent, die Tierschutzpartei sowie die PARTEI kämen jeweils auf 1,5 Prozent und die Piratenpartei auf ein Prozent. Für sonstige Parteien bleiben drei Prozent übrig.

In Österreich würde die ÖVP bei einer Europawahl am kommenden Sonntag mit 29 Prozent die stärkste Kraft werden. Die SPÖ liegt mit 25 Prozent einen Prozentpunkt vor der FPÖ (24 %). Die Grünen würden neun Prozent erreichen, die NEOS acht Prozent und die Liste Jetzt zwei Prozent.

Mit 33 Prozent wäre Lega Nord in Italien die stärkste Partei. Die Fünf-Sterne-Bewegung käme auf 22 Prozent und die Demokratische Partei käme auf 20 Prozent.

 

Stärkste Partei in Polen bei der Europawahl wäre aktuell PiS mit 42 Prozent, knapp gefolgt von einer pro-europäischen Koalition verschiedener Parteien (41 %).

In Spanien wäre die Sozialistische Arbeiterpartei an erster Stelle mit 29 Prozent. Zweiter wäre die Volkspartei mit 20 Prozent. Auf 16 Prozent käme Podemos und Ciudadanos käme auf 15 Prozent.

Die ehemalige Front National wäre mit 23 Prozent in Frankreich bei der Europawahl aktuell stärkste Partei. Macrons en Marche käme auf 22 Prozent und die Republikaner würden zehn Prozent der Stimmen erlangen.

SWG hat auf Basis der INSA-Umfragen sowie weiteren Umfragedaten aus ganz Europa eine Sitzverteilungsprognose erstellt. Die Europäische Volkspartei käme demnach auf 174 Sitze von 705 Sitzen. Die sozialdemokratische Fraktion würde 141 Sitze erlangen. Die Liberalen kämen auf 101 Sitze. Die ENF-Fraktion wäre die viertgrößte mit 67 Sitzen. Die Linke-Fraktion sowie die EKR kämen jeweils auf 51 Sitze, die Grünen würden 44 Sitze erringen und die EFDD-Fraktion wäre mit 42 Sitzen vertreten. Es würde acht unabhängige Kandidaten geben und 26 Sitze fallen auf sonstige Fraktionen.

 

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