Die Demografie-Debatte Deutschland ist gestartet

Mit dem Beginn der Auftakt-Veranstaltung am 22. November 2018 in Berlin startete die Demografie-Debatte Deutschland. 150 Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten die Thesen der hochkarätigen Referenten.

TV-Journalist Peter Escher moderierte die Demografie-Debatte Deutschland in Berlin

Dr. Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung stellte die Einfluß-Faktoren der Demografie dar. In seinem mehr als 50-minütigen Vortrag erläuterte er anhand konkreter Fall-Beispiele die demografische Entwicklung Deutschlands im europäischen Vergleich. Zugleich beleuchtete Dr. Klingholz die innerdeutschen Wanderungs-Bewegungen und deren Einfluss auf das politische Wahlverhalten in den Regionen.

Im Microsoft-Atrium nahmen 150 Experten an der Demografie-Debatte Deutschland teil

Prof. Dr. Horst Opaschowski, Wiss. Leiter des Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung (O.I.Z) Hamburg, formulierte 7 Thesen zur Demografie und schlug einen weiten Bogen vom Beginn der demografischen Entwicklung in Deutschland im Jahr 1972 bis hin zu den ferneren zu prognostizierenden Tendenzen bis zum Jahr 2050. Bemerkenswert hier war, dass Prof. Opaschowski von einem stärkeren Miteinander der Generationen ausgeht und die Gefahr eines Generationen-Kampfes nicht sieht. Vielmehr würde die soziale Kompetenz der Generationen ausgeprägter, was auch mit einer zunehmenden Schwäche der staatlichen Fürsorge zusammenhängen könne.

Henning Scherf mit seinem Plädoyer für mehr Miteinander

Dr. Henning Scherf, der frühere Präsident des Bremer Senats und Botschafter des Bundesverband Initiative 50Plus verwies in seinem Vortrag auf die Gefahr einer Vereinsamung älterer Menschen in Deutschland. In überaus bewegenden Worten malte er das Bild von real funktionierenden Mehrgenerationen-Häusern bzw. -Wohngemeinschaften, in denen sich die Bewohner und Mitglieder gegenseitig unterstützen und so staatliche Fürsorge-Lücken sinnvoll ausfüllten.

Der fachliche Teil des Abends klang mit einer Diskussion aus, in der die Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer, Sarna Röser, und Helmut Muthers, Bundesverband Initiative 50Plus, Ansichten über die die Beschäftigungs- und Leistungs-Fähigkeit älterer Mitarbeiter in Betrieben austauschten. Gerade vor dem Hintergrund eines sich verschärfenden Arbeitskräfte-Mangels könne auf die Erfahrung älterer Arbeitnehmer nicht verzichtet werden – betonten beide. Sarna Röser wies zudem eindrücklich auf die Notwendigkeit eines verbesserten Employer Branding hin. Aus dem Teilnehmer-Kreis wurde im Rahmen der Diskussion auch noch betont, dass vor allem kleine und mittlere Unternehmen derzeit einen schweren Stand hätten, geeignete Bewerber zu finden.

Tag 1 der Demografie-Debatte Deutschland endete mit einem gemeinsamen „Berliner Abend“. Die Teilnehmer tauschten sich bei Curry-Wurst und Wackel-Pudding aus und knüpften weitere Kontakte.

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