DVD-Tipp in BZ-Nachrichten: Kruso

Das Drama KRUSO erzählt von der Utopie der Freiheit, die eine kleine Gruppe von Aussteigern 1989 im letzten Sommer vor dem Zusammenbruch der DDR zu leben versucht.

Die Insel Hiddensee ist Grenzgebiet der DDR. Mit Dänemark in Sichtweite stranden dort jeden Sommer scharenweise junge Systemüberdrüssige und -flüchtlinge. Auch Ed sieht für sich keine Zukunft in der Republik und ist kurz davor, die gefährliche Flucht über die Ostsee zu riskieren. Doch dann trifft er auf Kruso. Der gebürtige Russe lebt schon lange auf der Insel und nimmt sich seiner an. Er bringt Ed in den „Klausner“, ein Ausflugslokal, in dem tagsüber Touristen verköstigt und nachts die sogenannten „Schiffbrüchigen“ beherbergt werden. Zusammen mit einigen treuen Gefährten hat Kruso es sich dort zur Aufgabe gemacht, den verlorenen DDR-Seelen mit Literatur und seiner Philosophie der inneren Freiheit eine neue Perspektive zu geben. Als sich im Sommer 1989 jedoch das Ende der DDR ankündigt, drohen auch Kruso und der „Klausner“ mit der Republik zugrunde zu gehen.

KRUSO basiert auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Lutz Seiler, der 2014 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde. In den beiden Hauptrollen überzeugen Albrecht Schuch („Bad Banks“, „Gladbeck“) als Kruso und Jonathan Berlin („Tannbach – Schicksal eines Dorfes“, „Feierabendbier“) als Ed. In weiteren Rollen sind unter anderem Andreas Leupold („Lux: Krieger des Lichts“), Peter Schneider („Dark“), Johann Jürgens („Feierabendbier“) sowie Anja Schneider („Tatort“-Reihe) zu sehen. Inszeniert wurde KRUSO von Regisseur Thomas Stuber („Herbert“, „Tatort: Verbrannt“) nach einem Drehbuch von Thomas Kirchner („Der Turm“).

Im September wird KRUSO zur Primetime im Ersten ausgestrahlt.

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