Eröffnung der Ausstellung „Parergon“ von Mariana Castillo Deball

BMW als exklusiver Partner des Preis der Nationalgalerie.

Die mit dem Preis der Nationalgalerie 2013 ausgezeichnete Künstlerin Mariana Castillo Deball (*1975 in Mexico City), zeigt ab September 2014 ein eigens für ihre Ausstellung „Parergon“ entwickeltes Projekt in der Historischen Halle des Hamburger Bahnhofs. Erstmals wird die Gewinnerin des Preis der Nationalgalerie, gefördert durch den langjährigen Partner BMW, mit einer Einzelausstellung geehrt. Die raumgreifende Installation Mariana Castillo Deballs vereint verschiedene künstlerische Überlegungen an der Schnittstelle zwischen historischer Forschung, Philosophie und Kunst, die für ihr Werk ausschlaggebend sind.

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Für die Schau im Hamburger Bahnhof widmet sich die Künstlerin den „Biografien von Dingen“. Ihr Augenmerk richtet sie dabei auf museale Sammlungsobjekte, die nicht selten „wandernd zwischen Hinterhöfen, Kellern, Sockeln, Vitrinen, Museen, Wanderausstellungen und privaten Sammlungen ein unbeständiges Leben hatten“ (Mariana Castillo Deball). Im Zentrum der Präsentation stehen Gegenstände und Kunstwerke aus verschiedenen Berliner Museen, vor allem aber solche, die mit der Sammlung der Nationalgalerie zu unterschiedlichen Zeitpunkten in Verbindung standen. Wie der Titel der Ausstellung „Parergon“ (Beiwerk, Nebenwerk) andeutet, wird die Geschichte der Sammlungen, ihrer Bauten, Exponate und Protagonisten insbesondere hinsichtlich ihrer Migrationen und Neuordnungen untersucht und entschlüsselt. Besonderes Augenmerk legt Castillo Deball dabei auf Zusammenhänge, die sich außerhalb des Rahmens des Bekannten und des Eindeutigen abspielen.
Welchen Einfluss die Institution Museum und ihre Vertreter auf das Leben und den Status der Objekte haben, ist eine leitende Frage für die Betrachtungen der Künstlerin.

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Gegenstand der Präsentation sind weniger die faktischen Ergebnisse des stark recherchebasierten Projekts. Vielmehr geht es darum, eine sinnlich erfahrbare Situation zu entwickeln, in der die Künstlerin eigene, neu entwickelte Arbeiten mit historischen Ausstellungsstücken verbindet. Neue Narrationen und Querverbindungen, die zwischen den verschiedenen Objekten, historischen Einschnitten und zufälligen Geschehnissen entstehen, liefern Mariana Castillo Deball das Material für ihre eigenen künstlerischen Interventionen. Sie „möchte eine Art Oper schaffen, in der ein Repertoire aus Objekten, Gebäuden und architektonischen Rekonstruktionen als Hauptcharaktere auftreten.“ (Mariana Castillo Deball)

Diese verschiedenen Charaktere erzählen ein „Bühnenstück“ im Museum, in dem ihre in der Vergangenheit begangenen Wege und gelebten Abenteuer die Dramaturgie der Ausstellung bestimmen.

Als weitere Ebene ihrer Inszenierung wird die Künstlerin ein Hörstück realisieren, das dem Besucher in Form eines Audioguides Einblicke in den vorausgegangenen Rechercheprozess ermöglicht. Hier werden Stimmen von Spezialisten, Zeitzeugen und fiktiven Figuren zur Sprache kommen, die sehr individuelle Sichtweisen und Erfahrungen mit den Besuchern teilen, die in Zusammenhang mit der komplexen Geschichte des Hamburger Bahnhofs, der Sammlung der Nationalgalerie und der in der Ausstellung gezeigten Exponate stehen.
Zur Ausstellung erscheint im Oktober 2014 eine Publikation im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln.

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