Erster Fortschrittsreport „Altersgerechte Arbeitswelt“ des Bundesarbeitsministeriums erschienen

Der Bundesverband Initiative 50Plus bekämpft mit seiner “Initiative Arbeit 50Plus“ den Fachkräfte-Mangel der vor allem kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aufgrund der demografischen Entwicklung droht. Das Bundesarbeitsministerium hat nun den ersten Fortschrittsreport „Altersgerechte Arbeitswelt“ vorgelegt und die Ergebnisse zusammen mit den Sozialpartnern diskutiert. Ziel des  Fortschrittsreports ist es, Hindernisse und Schwierigkeiten auf dem Weg zu einer altersgerechten Arbeitswelt sowie Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Der Report fasst aktuelle Daten, Trends, Analysen sowie neueste wissenschaftliche Studien und Praxisbeispiele zum Thema „Arbeiten bis 67“ zusammen.

So zeigt er beispielsweise auf, dass die Erwerbstätigkeit von Älteren in Deutschland in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen ist. Der Anteil der Erwerbstätigen hat sich somit weiter an den Anteil der Rentnerinnen und Rentner in dieser Altersgruppe angenähert. Aktuell liegt die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen in Deutschland bei knapp 58 Prozent. Im EU-Vergleich landet Deutschland damit auf dem zweiten Platz – noch vor Dänemark. Nur Schweden weist mit einer Erwerbstätigenquote von 70,5 Prozent einen deutlich höheren Wert auf. Der Vergleich zeigt demnach, dass eine weitere Erhöhung der Erwerbstätigkeit möglich ist.

Im Jahr 2030 wird nach Prognosen die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter voraussichtlich um insgesamt 6,3 Millionen zurückgehen, während die Altersgruppe der über 64-Jährigen wächst. Auf diese Veränderung müssen sich Unternehmen auf kurz oder lang einstellen und Angebote schaffen, die Beschäftigte möglichst lange leistungsfähig im Arbeitsleben halten. So beispielsweise passende Weiterbildungsangebote, flexiblere Arbeitszeitmodelle und Langzeitkonten, eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes und altersgerechte Tätigkeitszuschnitte.

Das Fazit des ersten Fortschrittreports lautet: Der demografische Wandel ist kein Schreckensszenario, wohl aber eine Herausforderung für die Arbeitswelt, der es durch vorausschauende Entscheidungen und gemeinsames Handeln entschlossen zu begegnen gilt. Um die Erwerbstätigkeit von Älteren weiter zu erhöhen, muss die öffentliche Diskussion über das Altern und das Altersbild vor allem im Berufsleben noch intensiver geführt werden.

Der Report wird künftig halbjährlich erscheinen. Er knüpft an den Bericht der Bundesregierung „Aufbruch in eine altersgerechte Arbeitswelt“ aus dem Jahr 2010 an und dokumentiert die Fortschritte auf dem Weg bis zur vollständigen Einführung der Rente mit 67 Jahren im Jahr 2029.

Der Fortschrittsreport kann hier im PDF-Format heruntergeladen werden.

Kommentar hinterlassen zu "Erster Fortschrittsreport „Altersgerechte Arbeitswelt“ des Bundesarbeitsministeriums erschienen"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: