Feiern wir die Frauen! – Ein Kommentar von Uwe-Matthias Müller in BZ-NachrichtenTV

Ist mir klar: heute und an dieser Stelle erwarten Sie den wöchentlichen Kommentar von Topagemodel Renate Zott (https://www.bz-nachrichten.de/?s=zott). Vertreten und ersetzen kann ich sie nicht, nur die Lücke füllen…

Vielleicht ist Renate Zott in Frankreich? Dort, wo man gut essen kann, es schöne Landschaften und viel Kultur gibt? Und dort – in Frankreich – findet auch gerade die Fussball-WM der Frauen statt. Langweilig sagen Sie? Warum das denn?

Während die Jogi-Jünger spleening und pomadig auf dem Rasen herumstolzieren und damit in letzter Zeit immer weniger Erfolg haben, kann sich die Bilanz der „Mädels“ sehen lassen. Die deutsche Frauenfußballnationalmannschaft ist neben den USA die erfolgreichste der Welt. Die Auswahl ist zweimaliger Weltmeister, achtmaliger Europameister und gewann 2016 die olympische Goldmedaille. Zwischen 1995 und 2013 wurden sechs Europameisterschaften in Folge gewonnen!

Und jetzt können die Frauen auch noch Spaß & TV. In einem Spot veralbern sie die Männer und zeigen ihr Selbstbewußtsein – frech und locker. Sehen Sie den Spot in BZ-NachrichtenTV:

In Frankreich geht es für die Frauen mal wieder um viel. Es geht um den Titel, klar. Aber es geht auch um die wertschätzende Anerkennung ihrer Leistung. Der Frauen-Sport ist ansehnlich und oft viel fairer als die unsägliche Schauspielerei der vermeintlich „harten“ Jungs. Doch trotz aller Erfolge bleibt die Wahrnehmung des Frauen-Fussballs außerhalb von EM- und WM-Zeiten unterhalb des Radars der Öffentlichkeit. Das zeigt sich auch bei den Prämien und Gehältern. Dem DFB ist der WM-Titel der Frauen nur einen Bruchteil dessen wert, was der größte Sportverband der Welt – übrigens seit Wochen führungslos und keiner merkt’s – den Männern gezahlt hätte – wenn die denn bei der WM in Russland letztes Jahr mehr als ein Tor geschossen hätten. Hier die aktuellen Zahlen zum nachlesen: https://www.ran.de/fussball/nationalmannschaft/news/praemien-debatte-so-viel-wird-im-frauen-fussball-verdient-127542. Nix mit Equal Pay. Mehr Gap geht nicht.

Die Unternehmen sind da schon weiter. Satte 3 (!) Minuten währt der TV-Spot von Nike, der Frauen-Fussball in Szene setzt. Sehen können Sie den Spot in BZ-NachrichtenTV:

Also Mädels: go for it, zeigt’s den Jungs und bringt uns Spaß. Der Start ist gelungen, China geschlagen. Ich drücke euch für die nächsten Spiele die Daumen und fiebere mit!

Der Autor Uwe-Matthias Müller

Uwe-Matthias Müller ist Gründer und Vorstand des Bundesverband Initiative 50Plus. Bis 1998 hat er mit seiner Frau und den beiden Töchtern in (West-)Berlin gelebt. Heute lebt er in Bayern.

Uwe-Matthias Müller kommt viel und gern nach Berlin. „Als Berliner auf Zeit geniesst man nur die Vorteile der Hauptstadt und kann die vielen Unzulänglichkeiten einfach ignorieren.“

Mit „Neulich in Berlin…“ erzählt UMM Erlebnisse und Eindrücke aus der Stadt, die sich selbst als arm aber sexy beschreibt.

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