Film-Tipp in BZ-Nachrichten: BOOK CLUB – Das Beste kommt noch

Diane Keaton in the film, BOOK CLUB, by Paramount Pictures

Mit „Mr. Greys“ Hilfe zu Mr. Right? Vivian (Jane Fonda), Diane (Diane Keaton), Carol (Mary Steenburgen) und Sharon (Candice Bergen) gehen schon ihr halbes Leben gemeinsam durch dick und dünn, ihr monatlicher „Book Club“ ist für alle ein Pflichttermin und bei jeder Menge Wein sind Männer da meist kein Thema mehr. Doch dann präsentiert Vivian ihren Freundinnen als neue

Diane Keaton, Candice Bergen, Jane Fonda, Mary Steenburgen im Film BOOK CLUB

Buchclub-Lektüre „Fifty Shades of Grey“, den Roman-Bestseller von E.L. James. Und prompt stellen die erotischen Fantasien das Leben der Damen auf den Kopf. Mehr oder weniger freiwillig finden sie sich in ebenso witzigen wie berührenden amourösen Verwicklungen verstrickt…

Das Wort ‚Ikone’ wird im Showbusiness gerne überstrapaziert. Aber kein Ausdruck passt besser auf jede der vier Hauptdarstellerinnen von BOOK CLUB – Das Beste kommt noch. Welcher Film vereint schon die drei Oscar®-Preisträgerinnen Jane Fonda („Das China-Syndrom“, TV-Hit „Grace and Frankie“), Diane Keaton („Der Stadtneurotiker“, „Alle Jahre wieder – Weihnachten mit den Coopers“) und Mary Steenburgen („Melvin und Howard“, „The Help“) sowie Golden Globe®-Gewinnerin Candice Bergen („Der Wind und der Löwe“, Serienerfolg „Murphy Brown“)?

Das Regiedebüt von Bill Holderman (Regie/Buch/Produktion) erzählt auf ebenso komische wie berührende Weise, dass es nie zu spät ist, das nächste Kapitel im Leben zum besten zu machen. Bei dieser Erkenntnis werden die vier weiblichen Superstars von ähnlich hochkarätigen männlichen Partnern, darunter Oscar®-Preisträger Richard Dreyfuss („Der weiße Hai“, „R.E.D. – Älter, härter besser“), Golden Globe®-Gewinner Don Johnson („Miami Vice“, „Django Unchained“), dem Oscar®-Nominierten Andy Garcia („Black Rain“, „Mamma Mia! Here We Go Again“) und dem Golden Globe®-Nominierten Craig T. Nelson (TV-Serie „Parenthood“, „Gold: Gier hat eine neue Farbe“) unterstützt.

Trailer zum Film BOOK CLUB in BZ-NachrichtenTV

Hintergrund zum Film BOOK CLUB

„Wenn du daran glaubst, dass du ein neues Kapitel aufschlagen kannst, dann musst du nur deine eigenen Denkmuster überwinden.“
– Bill Holderman / Regisseur, Ko-Autor und Produzent

Und natürlich musst du auch das Leben der „Prä-Christian-Grey-Ära“ hinter dir lassen. Das zumindest ist die Grundthese von Holdermans starbesetzter Komödie. Sie verknüpft weibliches Freundschaftsethos mit einer Attacke auf die Vorurteile, die die Gesellschaft gegenüber dem Älterwerden aufrecht hält. Lebenslust und Liebe haben eben kein Ablaufdatum.

Ein Film über Frauen in ihren 60ern – gespielt von Oscar®preisgekrönten Ikonen –, die selbst gesteckte und fremdbestimmte Grenzen überschreiten, ist allerdings nicht unbedingt das, was man von einem jüngeren Regisseur erwartet, der auch als Koautor und Produzent verantwortlich zeichnete. „Es war schon seltsam,“ so Bill Holderman. „Der Entschluss (Regie zu führen) kam daher, dass ich sonst niemanden für diese Aufgabe hatte. Es war nicht unbedingt so, dass Filmregie mein alter Traum war. Ich war keiner dieser Achtjährigen, die ständig mit dem Camcorder herumliefen – nach dem Motto ‚Ich will Filmemacher sein.’ Ich dachte mir: ‚Wenn das schiefgeht, dann will ich derjenige sein, der dafür verantwortlich ist. Bei früheren Projekten war ich frustriert, weil es immer diese dazwischen geschalteten Ebenen gab. Wenn ich eine Idee oder Vision hatte, war ich nicht imstande, sie umzusetzen, weil das der Film von jemand anderem war. Bei diesem Projekt gab es einfach niemand sonst, mit dem ich es machen wollte.“

Koautorin- und Koproduzentin Erin Simms erzählt: „Bill und ich arbeiteten einige Jahre für Robert Redfords Produktionsfirma. Ich war für Drehbuchentwicklung zuständig und Bill leitete das Unternehmen als Produzent. Dann kam E.L. James’ „Fifty Shades of Grey“- Trilogie heraus. Und Bill wollte sie seiner Mutter zum Muttertag schenken – ein völliger Wahnsinn, wenn man mich fragte (lacht). Was hat er nur für ein Verhältnis zu seiner Mutter? Wie kann da Sex ein Thema sein? Dann erzählt er mir, dass seine Mutter total offen und in diesem Bereich noch aktiv sei (siehe Vivian). Ich fand das so köstlich, dass ich nun meiner Mutter die Trilogie zum Muttertag schickte – und die ist das absolute Gegenteil (siehe Sharon) – und dann sogar meiner Stiefmutter (siehe Carol), die seit vielen Jahren verheiratet ist. In ihrem Gehirn schwimmt zu viel Dopamin, sie ist immer glücklich, für sie ist das Leben einfach wunderschön. Am nächsten Morgen sagte ich zu Bill ‚Wie wäre es mit einem Lesezirkel mit älteren Frauen, die alle „Fifty Shades of Grey“ lesen?’ Letztlich ist alles die Schuld von Bills Mutter.“

„Wir verkauften das Projekt,“ so Simms weiter, „und die Leute bei der betreffenden Firma hatten zwei Jahre lang die Rechte, ohne etwas damit zu machen. Sie wollten, dass wir jüngere Schauspielerinnen besetzen. Was für mich DAS große Tabu war. Ich war wirklich aufgebracht. Wenn jemand eine jüngere Besetzung will, dann hat er unseren Film nicht verstanden. Das war das Eine. Und das Andere war: ‚Warum wollt ihr „Fifty Shades of Grey“ verwenden?’ Wenn ich so etwas schon erklären muss…! Wir holten uns also die Rechte zurück und beschlossen, die Kontrolle zu behalten und zu schauen, wie weit wir damit kommen würden.

Bill Holdermann wagte schließlich den Schritt und übernahm die Regie, gleichzeitig wusste er ein großartiges Team an seiner Seite. Dazu zählte auch der mehrfach BAFTA-preisgekrönte Kameramann Andrew Dunn („Lady Henderson präsentiert“, „Bridget Jones’ Baby“, „Die Jones: Spione von nebenan“). „Er war die Nummer eins auf meiner Liste,“ so Holdermann. „Wir schickten ihm das Drehbuch, er las es, und dann sprachen wir über Skype. Aus den geplanten 30 Minuten wurden 90. Und ich dachte mir: Erledigt. Ich sprach mit keinem anderen Kameramann mehr. Andrew hat diese ruhige, fokussierte Einstellung, und diese Energie strahlte auf die ganze Produktion ab. Er war das Zentrum unserer Crew.“

Auch Koproduzentin Alex Saks verliebte sich in das Skript: „Ich wuchs mit Filmen wie ‚Der Club der Teufelinnen’, ‚Harry und Sally’ oder ‚e-m@ail für Dich’ und Regisseuren wie Nora Ephron oder Rob Reiner auf. Das alles macht mir großen Spaß. Bill zieht mich immer auf, weil ich mir sprichwörtlich in einer Tour ‚Der Club der Teufelinnen’ anschaue. Aber das ist genau das, was unser Film sein kann und was Bill erreichen will – eine zeitlose Geschichte über weibliche Freundschaft. Die Gags und der Humor sind nicht nur relevant und aktuell, sondern auch unvergänglich.“

Diane Keaton im Film BOOK CLUB

Beide Filme haben auch die gleiche Hauptdarstellerin – Oscar®-Gewinnerin Diane Keaton. „Wir haben den Film für sie geschrieben,“ so Simms. „Unsere Figur heißt so, wir hatten von Anfang an Diane dafür vorgesehen und wir verschwendeten keine Gedanken auf die Frage ‚Was passiert, wenn sie nein sagt?’ Als sie dann das Drehbuch las, meinte sie nur ‚Nun, ich verstehe, warum ihr damit zu mir gekommen seid.’“

Diane Keaton dazu scherzhaft: „Erst mal war es für mich eine besondere Gelegenheit, etwas zu lesen zu bekommen. Es ist nicht so, dass ich ständig mit Drehbüchern überschüttet werde.“
„Die Figur heißt Diane. Die Story hat genau meine Kragenweite. Sie ist lustig. Lustig ist immer gut, du fühlst dich dadurch besser. Wir sehen, was diese Charaktere verbindet und wie diese Einigkeit Bestand hat. Natürlich erwarten uns in der Zukunft Schicksalsschläge, aber wir haben immer noch einander. Und genau darum geht es in diesem Film. Das Drehbuch von Erin Simms und Bill Holderman ist wirklich gut. So viel Spaß hatte ich noch nie.“

„Die Meetings mit den Schauspielern waren ziemlich schwierig, denn Bill musste sie davon überzeugen, sich auf das Wagnis mit ihm einzulassen,“ so Simms. „So viele Ikonen, so viele Abläufe und ein so enger Zeitplan. Das war schon hart.” Was ‚hart’ wirklich bedeutete, fand sie heraus, als sie das Drehbuch Jane Fonda anbot. „Am Ende meiner Arbeit bei Robert Redford hatte ich den Film ‚Unsere Seelen bei Nacht’ mit ihm und Jane Fonda auf die Beine gestellt. Da ich sie also kannte, schickte ich ihr eine Mail: ‚Ich habe dieses Skript, willst du’s lesen?’ Denn so wie wir eine Rolle für Diane geschrieben hatten, hatten wir auch eine für Jane konzipiert. Phasenweise war die Figur sogar nach ihr benannt. Sie brauchte für die Lektüre ungefähr 24 Stunden, aber sie meinte: ‚Nein. Ich passe.’ Das war herzzerreißend und ich weiß nicht, warum Bill und ich nicht das Handtuch warfen. Auf jeden Fall überarbeiteten wir die Rolle. Letztlich begriffen wir, dass ihre Figur alle anderen vorwärtstreibt. Sie ist in Sachen Sexualität und Selbstvertrauen viel weiter. Zwei Monate später e-mailte ich Jane: ‚Hey, wir haben das Buch für Dich umgeschrieben. Wir waren begeistert von deinen Anmerkungen. Wenn dir danach ist, dann lies es.’ Jane antwortet immer, und wenn sie ein Skript liest, dann meldet sie sich bei dir. Nachdem ich nichts von ihr hörte, hatte ich das Ganze schon abgeschrieben. Aber eines Morgens bekam ich eine Mail von ihr: ‚Ich bin dabei.’“

Neben Jane Fonda und Diane Keaton konnten wir auch Oscar®-Gewinnerin Mary Steenburgen und die für einen Oscar® nominiertete Candice Bergen für unser Projekt gewinnen. Und ebenso die Nebendarsteller – Craig T. Nelson, der für einen Golden Globe nominiert war, Andy Garcia, der eine Oscar®-Nominierung verbuchen konnte, Don Johnson, seines Zeichens Golden Globe-Gewinner, Oscar®-Gewinner Richard Dreyfuss, der für einen Golden Globe nominierte Ed Begley Jr. und zu guter Letzt Wallace Shawn.

Auch wenn noch viele Herausforderungen auf Holdermann warteten, konnte er kaum sein Glück fassen, dass eine solche Reihe an gefeierten Schauspielern mitwirkte.

Der Film BOOK CLUB – das Beste kommt noch läuft in unseren Kinos.

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