Holocaust-Gedenkstätten – sind sie noch wichtig? Eine aktuelle Studie gibt Aufschluß

Der Raum der Namen im Ort der Information des Holocaust-Denkmals

Finden die Befragten Holocaust-Gedenkstätten wie zum Beispiel ehemalige Konzentrationslager wichtig und haben sie selbst schon eine solche Gedenkstätte besucht? Antworten auf diese Fragen gibt eine neue INSA-Studie.

Zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass Holocaust-Gedenkstätten wichtig sind (67 %). Demgegenüber stehen lediglich 14 Prozent, die der Aussage nicht zustimmen. Zehn Prozent wissen keine Antwort und neun Prozent machen keine Angabe. In dieser Frage zeigen sich zwischen männlichen und weiblichen Befragten kaum Unterschiede.

Je über 70 Prozent der römisch-katholischen, evangelisch-landeskirchlichen und freikirchlichen Christen stimmen zu, dass Holocaust-Gedenkstätten wichtig sind. Bei den Konfessionslosen liegt dieser Anteil bei 68 Prozent. Niedriger sind die Werte bei Befragten mit einer sonstigen Religion oder Konfession (57 %) und bei den islamischen Befragten (38 % von insgesamt 81 muslimische Befragte).

86 Prozent der Grünen-Wähler sind der Meinung, Holocaust-Gedenkstätten sind wichtig. Bei den Anhängern der Union, SPD, FDP und Linkspartei liegt dieser Anteil zwischen 79 und 75 Prozent. Deutlich seltener stimmen die Anhänger der AfD der Aussage zu (49 %). Dementsprechend stimmen 36 Prozent der AfD-Wähler der Aussage nicht zu, während dieser Anteil bei den übrigen Wählergruppen zwischen sieben und 15 Prozent liegt.

Gut die Hälfte der Befragten hat selbst schon einmal eine Holocaust-Gedenkstätte wie z.B. ein ehemaliges Konzentrationslager besucht (52 %). Dies geben 56 Prozent der Männer und 49 Prozent der Frauen an. 35 Prozent der Befragten haben bislang keine Holocaust-Gedenkstätte besucht. 13 Prozent wissen keine Antwort oder machen keine Angabe (kumuliert).

Zwei Drittel der ostdeutschen Befragten haben schon einmal eine Holocaust-Gedenkstätte besucht (67 %). Bei den westdeutschen Befragten liegt dieser Wert deutlich niedriger (49 %). Dementsprechend haben 39 Prozent der Westdeutschen noch keine Holocaust-Gedenkstätte besucht. Bei den ostdeutschen Befragten liegt dieser Wert bei 21 Prozent.

In allen Wählergruppen hat mehr als jeder zweite Befragte schon einmal eine Gedenkstätte des Holocaust besucht. Die Werte liegen zwischen 65 Prozent (Grünen-Wähler) und 51 Prozent (AfD-Wähler).

82 Prozent der Befragten, die schon einmal eine Holocaust-Gedenkstätte besucht haben, sind der Meinung, dass solche Gedenkstätten wichtig sind. Auch 63 Prozent derer, die bislang keine Holocaust-Gedenkstätte besucht haben, teilen diese Meinung. Gut jeder zehnte Befragte, der schon eine Gedenkstätte des Holocaust besucht hat, stimmt nicht zu, dass solche Gedenkstätten wichtig sind (11 %). Dasselbe gilt für 21 Prozent derer, die eine Holocaust-Gedenkstätte noch nicht besucht haben.

Viele Ältere haben noch keine Holocaust-Gedenkstätte besucht, halten das Gedenken an den Völkermord aber für wichtig.

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