Initiative Arbeit 50Plus: Fachkräfte entscheiden den künftigen Wohlstand Deutschlands

Ein Jahr nach dem Beschluss des Fachkräftekonzepts der Bundesregierung und der Bekräftigung durch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände in Meseberg verstärken das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie die Bundesagentur für Arbeit (BA) ihre Anstrengungen, dem Wirtschaftsstandort Deutschland langfristig eine ausreichende Fachkräftebasis zu sichern.

Die Fachkräfteoffensive richtet sich an potenzielle Fachkräfte und Unternehmen, aber auch an die breite Öffentlichkeit. Sie will Antworten geben auf drängende Fragen, die sich Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland stellen: Wer kann die Arbeit von morgen leisten? Welche sind die Engpassberufe? Wie können wir die großen Potenziale, insbesondere der Älteren und Frauen, weiter mobilisieren? Wie können sich auch kleinere und mittlere Betriebe sicher im demografischen Wandel aufstellen? Ziel der Kampagne im Inland ist, die Dringlichkeit des Themas Fachkräftesicherung noch stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern und konkrete Lösungswege aufzuzeigen, wie Unternehmen und potenzielle Fachkräfte von der Entwicklung profitieren können. 

Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen:

„Deutschland ist eine leistungsstarke Industrienation, aber wie kaum ein anderes Land vom demografischen Wandel betroffen. Der deutschen Wirtschaft werden im Jahr 2025 rein demografisch bis zu sechs Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter fehlen. Wir haben es in der Hand, die Fachkräftesicherung als nationale und gesellschaftliche Daueraufgabe zu etablieren, um unseren Wohlstand und unsere sozialen Standards zu halten. Wenn wir alle bisher ungenutzten Ressourcen zuerst im Inland, aber auch zunehmend im Ausland aktivieren, hat Deutschland gute Perspektiven, ein starkes Land im globalen Wettbewerb zu bleiben. Diese Aufgabe ist groß.“

Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise:

„Um den Bedarf an Fachkräften zu decken, müssen wir eine Doppelstrategie verfolgen. Zum einen geht es darum, die inländischen Potenziale zu heben: also die Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren zu erhöhen, arbeitslose Menschen zu qualifizieren, die Abbrecherquoten bei Schülern, Auszubildenden und Studenten zu senken. Aber selbst wenn das in großem Umfang gelingt, bleibt eine Lücke, die nur durch qualifizierte Zuwanderung zu schließen ist. Wir rechnen, dass jedes Jahr 200.000 Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland kommen müssen.“

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