INSA-Umfrage: CDU-Vorsitz – wen wollen Ältere? Und: die Antwort auf die aktuelle Sonntagsfrage

Drei Kandidaten kämpfen um den CDU-Vorsitz und wollen Angela Merkel nachfolgen. 6 Parteien kämpfen um 709 Bundestags-Sitze. Was denken Wähler 50Plus, wie würden sie entscheiden?

Im vierten Jahrhundert vor Christus vertrat Aristoteles die Meinung, ein doppelt so schwerer Stein müsse auch doppelt so schnell fallen. Zwei Jahrtausende galt diese auf Intuition aufgebaute Logik, bis Galileo Galilei im 17. Jahrhundert nach Christus das einfach einmal testete und dabei feststellte, dass zwei unterschiedlich große Steine gleichzeitig am Boden aufschlagen. Intuition muss nicht falsch sein, aber es spricht viel dafür, Behauptungen zu testen, sie mit der Wirklichkeit zu konfrontieren, zu vergleichen. Das ist das Geschäft des Erfurter Meinungsforschungs-Institutes INSA – einem Partner des Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus). Empirie verspricht einen verlässlicheren Erkenntnisgewinn als die plausibelste Vermutung.

AKK, Merz oder doch lieber Spahn – welchen Kandidaten hätten’s gern?

Bei der Frage, welchen der drei prominenten Kandidaten sich die Befragten als neuen CDU-Vorsitzenden wünschen, liegen Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz gleichauf. Sie werden jeweils von 22 Prozent der Befragten genannt. Während bei Frau Kramp-Karrenbauer das Geschlechterverhältnis ausgeglichen ist, wird Friedrich Merz von 27 Prozent der Männer und 18 Prozent der Frauen genannt. Jens Spahn kommt lediglich auf sieben Prozent. Annähernd jeder Dritte Befragte wünscht sich keinen der Genannten als neuen CDU-Vorsitzenden (30 %).

Sowohl Annegret Kramp-Karrenbauer als auch Friedrich Merz wünschen sich tendenziell häufiger die älteren Befragten als die jüngeren. Anders bei Jens Spahn: Der 38-Jährige wird von 15 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und von 14 Prozent der 25- bis 34-Jährigen genannt. In den übrigen Altersgruppen erreicht er lediglich zwischen vier und fünf Prozent. Je älter die Befragten, desto seltener wissen sie tendenziell keine Antwort oder machen keine Angabe.

Auch bei den Unions-Wählern liefern sich Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei Merz derzeit zwei Prozentpunkte vor Kramp-Karrenbauer liegt (32 % vs. 30 %). 12 Prozent der Unions-Wähler präferieren Jens Spahn und 13 Prozent wünschen sich keinen der Genannten als neuen CDU-Vorsitzenden. Friedrich Merz schneidet darüber hinaus insbesondere bei den Wählern der FDP (43 %) und der AfD (27 %) gut ab.

Annegret Kramp-Karrenbauer hingegen weist gute Werte bei den Anhängern der Grünen (32 %), der SPD (28 %) und der Linkspartei (27 %) auf.

Werden die Befragten nicht nach ihrem Wunsch, sondern nach ihrer Erwartung, wer CDU-Vorsitzender werden wird, gefragt, nennt jeder Vierte Annegret Kramp-Karrenbauer (25 %). 27 Prozent erwarten, dass Friedrich Merz das Rennen machen wird und sechs Prozent erwarten Jens Spahn als neuen CDU-Bundesvorsitzenden. 22 Prozent der Männer sowie 35 Prozent der Frauen wissen keine Antwort oder machen keine Angabe (kumuliert).

13 Prozent der 18- bis 24-Jährigen erwarten, dass Jens Spahn neuer CDU-Vorsitzender wird. Mit zunehmendem Alter sinkt dieser Anteil bis auf zwei Prozent bei den 55- bis 64-Jährigen. Vier Prozent der ab 65-Jährigen haben ebenfalls diese Erwartung.

Je älter die Befragten, desto häufiger erwarten sie Annegret Kramp-Karrenbauer als neue CDU-Vorsitzende. Auch bei Friedrich Merz liegt diese Tendenz vor, allerdings weniger eindeutig.

Wenn am Sonntag Bundestags-Wahl gewesen wäre…

Die Union erreichte aktuell bei der Sonntagsfrage auf Bundesebene 25,5 Prozent und bleibt an erster Stelle. Die Grünen kommen auf 20 Prozent und belegen den zweiten Platz. Es folgt die AfD mit 15,5 Prozent. Die SPD liegt mit 14,5 Prozent an vierter Stelle. Die Linke erreicht zehn Prozent und die FDP 9,5 Prozent.

Die CDU/CSU bleibt bei der Sonntagsfrage im Vergleich zur Vorwoche stabil, ebenso die Grünen und die Linkspartei. Die SPD und die FDP gewinnen jeweils einen halben Prozentpunkt. Die AfD verliert einen Prozentpunkt.

Bei den sicheren Stimmen verliert die Union zwei Prozentpunkte und die AfD einen Prozentpunkt. Die Linkspartei gewinnt einen Prozentpunkt hinzu; die restlichen Parteien bleiben stabil.

Bei den potentiellen Stimmen gewinnt die Union drei Prozentpunkte und die FDP zwei. Die AfD und die Linke verbessern ihr Ergebnis bei den potentiellen Stimmen um je einen Prozentpunkt. Bei der SPD ergibt sich hier keine Veränderung, während die Grünen um zwei Prozentpunkte zulegen.

Das Negativpotential sinkt bei den Grünen um drei Prozentpunkte und bei der SPD um zwei. AfD und Union weisen je einen Prozentpunkt weniger ausgeschlossene Stimmen auf als letzte Woche. Bei FDP und Linke ergeben sich keine Veränderungen.

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