IW: Fachkräftemangel bremst Wirtschaftswachstum – Bundesverband Initiative 50Plus sieht bei älteren Arbeitnehmern viel Potential

Immer weniger qualifizierte Arbeitnehmer sollen immer mehr leisten. Das funktioniert nicht, zeigt eine Erhebung des IW in Köln.

Der Fachkräfte-Mangel in verschiedenen Branchen in Deutschland hemmt zunehmend das Wachstumspotenzial der Wirtschaft. Am deutschen Arbeitsmarkt fehlen derzeit etwa 440.000 qualifizierte Arbeitskräfte. Wenn deutsche Unternehmen diesen Fachkräftebedarf decken könnten, würde die Wirtschaftsleistung in Deutschland um bis zu 0,9 Prozent oder rund 30 Milliarden Euro höher ausfallen. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Laut dem Chef des IW, Michael Hüther, sind allein aufgrund der Rente mit 63 400.000 Arbeitnehmer in den frühen Ruhestand gegangen. Diese Arbeitnehmer fehlen jetzt, um das mögliche Wirtschaftswachstum tatsächlich ausschöpfen zu können.

Mehr Engagement für ältere Beschäftigte fordert Uwe-Matthias Müller (BVI50Plus)

„Fehlleistungen der Politik – wie die Rente mit 63 -, mangelndes Employer Branding der Unternehmen und das Gefühl, nicht mehr gewollt zu sein, bringen immer mehr qualifizierte und leistungsfähige ältere Mitarbeiter dazu, in die innere Kündigung zu gehen oder gleich den Ruhestand anzustreben. Das ist ein falscher Weg. Die Mitarbeiter brauchen die aktive Erwerbszeit, um gerade in den Zeiten der Nullzinsen private und betriebliche Altersvorsorge aufbauen zu können. Und die Unternehmen brauchen die Mitarbeiter, um bestehende Aufträge tatsächlich bearbeiten zu können. Der Bundesverband Initiative 50Plus fordert die Arbeitgeber auf, endlich umzudenken und nicht nur einen verschärften Wettbewerb um Auszubildende zu führen, sondern auch um die Gunst der älteren Arbeitnehmer zu kämpfen!“ sagt Uwe-Matthias Müller, Vorstand des Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus).


Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

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