Klimaschutz ist was für Jüngere und Wohlsituierte – das ist das Ergebnis einer INSA-Umfrage

Grünen-Hype, Wahl-Marathon, SPD führungslos, GroKo orientierungslos und Klima-Diskussionen – wie reagieren die Bürger auf die aktuellen Schlagzeilen? Und wer ist überhaupt für Umweltschutz und lebt auch danach? Das Meinungsforschungs-Institut INSA hat die Bürger befragt und die Antworten werden nicht jedem gefallen. 

Wenn Sonntag Bundestagswahl gewesen wäre… Die Sonntagsfrage

In der Sonntagsfrage unseres aktuellen Meinungstrends sind die Grünen mit 26,5 Prozent stärkste Kraft. Mit 24 Prozent liegt die Union auf Platz zwei, gefolgt von der AfD mit 13,5 Prozent. Die SPD erreicht 13 Prozent, die FDP kommt auf neun Prozent und Die Linke erlangt 7,5 Prozent.

Im Vergleich zur Vorwoche gewinnen damit die Grünen 1,5 Punkte, die FDP einen Punkt und die AfD einen halben Punkt hinzu. Dagegen verliert Die Linke einen halben Punkt, die SPD einen Punkt und die CDU/CSU zwei Punkte.

Die Potentialanalyse zeigt, dass die Grünen und die FDP jeweils einen Punkt an sicheren Stimmen hinzugewinnen, während CDU/CSU und SPD jeweils einen Prozentpunkt verlieren. Die AfD und Die Linke können ihre sicheren Stimmen halten.

Bei den potentiellen Stimmen gewinnt die Union einen Punkt hinzu, während sich der Anteil bei den Grünen und der SPD um jeweils zwei Punkte und bei der FDP um drei Punkte verringert. Bei der AfD und der Linkspartei zeigen sich hier keine Veränderungen.

Der Anteil an nicht zu erreichenden Wählern vergrößert sich bei der SPD und FDP um jeweils drei Punkte und bei der Union und den Grünen um jeweils einen Punkt. Für AfD und Die Linke bleiben die Anteile gleich.

Sind die Grünen eine Volkspartei? Hermann Binkert (INSA) hat in BZ-NachrichtenTV eine klare Antwort

Wer berücksichtigt den Klimaschutz in seiner Urlaubsplanung?

35 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass sie Aspekte des Klimaschutzes in ihrer Urlaubsplanung berücksichtigen. 43 Prozent der Männer, 29 Prozent der Frauen und damit insgesamt 36 Prozent aller Befragten stimmen dieser Aussage nicht zu. Deutlich mehr Frauen (34 %, kumuliert) als Männer (24 %, kumuliert) wissen keine Antwort oder machen keine Angabe zu der Aussage.

Der Anteil derer, die in ihrer Urlaubsplanung Aspekte des Klimaschutzes berücksichtigen, ist bei den Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 4.000€ und mehr mit 39 Prozent am größten. Gleichzeitig stimmen jedoch 43 Prozent dieser höchsten Einkommensgruppe sowie 43 Prozent der Befragten mit einem Einkommen von 2.000€ bis unter 3.000€ und 44 Prozent der Befragten mit einem Einkommen von 3.000€ bis unter 4.000€ dieser Aussage nicht zu, während nur jeweils 31 Prozent der anderen beiden Gruppen nicht zustimmen. Der Anteil an „weiß nicht“- und keinen Angaben ist bei den Befragten mit einem Einkommen von unter 2.000€ deutlich größer (33 bis 34 %, kumuliert) als bei den Befragten mit einem Einkommen von über 2.000€ (17 bis 24 %, kumuliert).

Mit sinkendem politischen Interesse verringert sich der Anteil der Befragten, die zustimmen, in ihrer Urlaubsplanung Aspekte des Klimaschutzes zu berücksichtigen, von 46 Prozent bei den Befragten mit sehr starkem Interesse bis auf 21 Prozent bei den Befragten mit überhaupt keinem politischen Interesse. Die Anteile derer, die dieser Aussage nicht zustimmen, liegen über alle Interessenstufen relativ ähnlich zwischen 31 und 38 Prozent. Mit sinkendem politischen Interesse steigt jedoch der Anteil an „weiß nicht“-Stimmen und keinen Angaben. Während 21 Prozent (kumuliert) der Befragten mit sehr starkem politischen Interesse keine Antwort wissen oder keine Angabe machen, trifft dies auf 47 Prozent (kumuliert) der Befragten mit überhaupt keinem politischen Interesse zu.

Die absolute Mehrheit (52 %) der befragten Grünen-Wähler stimmt zu, in ihrer Urlaubsplanung Aspekte des Klimaschutzes zu berücksichtigen. Der Großteil der SPD-Wähler und der Wähler sonstiger Parteien (jeweils 40 %) sowie der Linke-Wähler (39 %) stimmt dieser Aussage ebenfalls zu. Mehr als die Hälfte der Wähler der AfD (65 %) und der FDP (54 %) sowie die relative Mehrheit (40 %) der Wähler der CDU/CSU stimmt der Aussage nicht zu.

Wollen die Befragten eine Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken, wenn dies zu einer Reduktion des CO2-Ausstoßes führt?

35 Prozent aller Befragten, 44 Prozent der Männer aber nur 26 Prozent der Frauen stimmen zu, dass die Laufzeit der deutschen Atomkraftwerke verlängert werden sollte, wenn dadurch der CO2-Ausstoß verringert werden kann. Fast genauso viele Männer (38 %) wie Frauen (37 %) stimmen dieser Aussage nicht zu. Der Anteil derer, die keine Antwort wissen oder keine Angabe machen ist bei den weiblichen Befragten hingegen deutlich größer (36 %, kumuliert) als bei den männlichen Befragten (18 %, kumuliert).

Mit Ausnahme der jüngsten Altersgruppe steigt der Anteil derer, die nicht zustimmen, dass die Laufzeit der deutschen Atomkraftwerke verlängert werden sollte, wenn der CO2-Ausstoß dadurch verringert werden kann, mit zunehmendem Alter von 25 Prozent bei den 25- bis 34-Jährigen bis auf 42 Prozent bei Befragten ab 65. Die jüngste Altersgruppe stimmt der Aussage zu 39 Prozent nicht zu. Der Anteil der Befragten, die dieser Aussage zustimmen, ist bei den 25- bis 34-Jährigen und den ab 65-Jährigen (jeweils 39 %) am größten und bei den 18- bis 24-Jährigen am kleinsten (27 %).

Die absolute Mehrheit der Wähler der Union (51 %), der AfD (56 %) und der FDP (53 %) stimmt der Aussage zu, dass die Laufzeit der deutschen Atomkraftwerke verlängert werden sollte, wenn dadurch der CO2-Ausstoß verringert werden kann. 53 Prozent der SPD-Wähler und 55 Prozent der Grünen-Wähler sowie der Großteil der Linke-Wähler (44 %) und der Wähler sonstiger Parteien (48 %) stimmen dieser Aussage nicht zu. Elf bis 26 Prozent (kumuliert) der Wähler der verschiedenen Parteien wissen keine Antwort oder machen keine Angabe.

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