Mehr Polizei gegen Unruhestifter?

Geräumte Freibäder in Düsseldorf, gestürmte Polizei-Wache in Starnberg, Randale in Donauwörth, gewaltsame Zusammenrottungen in Saarlouis – die Meldungen über Gewalttaten, Zusammenrottungen und Unruhe im öffentlichen Raum häufen sich. Sind die Bürger für Spezialtruppen der Polizei gegen Unruhestifter an öffentlichen Orten? Das fragte das Meinungsforschungs-Institut INSA – mit klaren Ergebnissen.

65 Prozent der Befragten sind für den Einsatz von Spezialtruppen der Polizei gegen Unruhestifter an öffentlichen Orten. 25 Prozent stimmen dem nicht zu, 14 Prozent wissen keine Antwort und sechs Prozent machen keine Angabe. Zwischen den Geschlechtern zeigen sich keine auffälligen Unterschiede.

Mit zunehmendem Alter steigt auch der Anteil der Befragten, die zustimmen, für den Einsatz von Spezialtruppen der Polizei gegen Unruhestifter an öffentlichen Orten zu sein. Während nur 40 Prozent der jüngsten Altersgruppe dem zustimmen, erhöht sich dieser Anteil kontinuierlich bis auf 79 Prozent bei den Ältesten. Mit steigendem Alter sinkt damit tendenziell der Anteil der Befragten, die nicht zustimmen, von 28 bis auf neun Prozent. Auch der Anteil an weiß nicht- und keinen Angaben geht mit zunehmendem Alter tendenziell zurück.

68 Prozent der Befragten ohne Migrationshintergrund aber nur 47 Prozent der Befragten mit Migrationshintergrund sind für den Einsatz von Spezialtruppen der Polizei gegen Unruhestifter an öffentlichen Orten. Entsprechend stimmen mehr Befragte mit Migrationshintergrund als Befragte ohne Migrationshintergrund dem nicht zu (26 zu 13 %). Befragte mit Migrationshintergrund wissen aber auch häufiger keine Antwort oder machen keine Angabe, als Befragte ohne Migrationshintergrund (27 zu 19 %, kumuliert).

Die absolute Mehrheit aller Wählerschaften stimmt zu, für den Einsatz von Spezialtruppen der Polizei gegen Unruhestifter an öffentlichen Orten zu sein. Mit Abstand am größten ist dieser Anteil bei den Wählern der AfD (82 %) und der Union (80 %), am kleinsten ist er bei den Wählern der Linke (56 %) und der Grünen (55 %). Lediglich jeweils sechs Prozent der Wähler der AfD und der FDP sowie acht Prozent der Wähler der CDU/CSU wissen keine Antwort, während dies auf mindestens 14 Prozent der Wähler der anderen Parteien zutrifft.

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