Neue Parteien und Kandidaten braucht das Land! – Wie denken ältere Wähler?

Das Meinungsforschungs-Institut INSA – ein Partner des Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus) befragte die Bürger nach möglichen Partei-Alternativen wie Freie Wähler und Grüne. Auch, welche Position der neue CDU-Bundesvorsitzende einnehmen sollte – Pro- oder Anti-Merkel – wollte INSA wissen. Und schließlich die wöchentliche Sonntagsfrage und das Potential der Parteien.

Wie viele Befragte können sich vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl die FREIEN WÄHLER zu wählen?

Bei der Landtagswahl in Bayern kamen die FREIEN WÄHLER auf 11,6 Prozent und befinden sich nun in Koalitionsverhandlungen mit der CSU. Zwei Wochen später erreichte die Partei bei der Landtagswahl in Hessen drei Prozent der Stimmen. Wir wollten von den Befragten wissen, ob sie sich vorstellen könnten, bei der nächsten Bundestagswahl die FREIEN WÄHLER zu wählen.
18 Prozent könnten sich dies vorstellen. Dies geben 15 Prozent der Frauen und jeder fünfte Mann (20 %) an. 43 Prozent der Befragten können sich hingegen nicht vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl die FREIEN WÄHLER zu wählen. 39 Prozent wissen keine Antwort oder machen keine Angabe (kumuliert). 

Jeder vierte 45- bis 54-Jährige kann sich vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl die FREIEN WÄHLER zu wählen (25 %). Bei den anderen Altersgruppen liegt dieser Anteil zwischen 13 und 18 Prozent. Je älter die Befragten, desto mehr können sich nicht vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl die FREIEN WÄHLER zu wählen. Dies geben 34 Prozent der 18- bis 34-Jährigen und 52 Prozent der ab 65-Jährigen an.

37 Prozent der Befragten, die derzeit AfD wählen würden, können sich vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl die FREIEN WÄHLER zu wählen. Dies ist der höchste Wert im Vergleich der Wählergruppen. Es folgen die Anhänger der FDP (25 %), der CDU (18 %), der Linkspartei (15 %), der SPD (12 %) und der Grünen (10 %).

42 Prozent der Befragten, die derzeit eine sonstige Partei (inkl. FREIE WÄHLER) wählen würden, können sich vorstellen, die FREIEN WÄHLER zu wählen.

Würden es die Befragten begrüßen, wenn Die Grünen dauerhaft die SPD als führende Kraft links der Mitte ablösen?

Gut jeder vierte Befragte fände es gut, wenn Die Grünen die SPD als führende Kraft links der Mitte dauerhaft ablösen würden (26 %). Dies sagen 28 Prozent der Männer und 24 Prozent der Frauen. 38 Prozent stimmen der Aussage hingegen nicht zu (42 % der Männer und 34 % der Frauen). 30 Prozent der Männer und 42 Prozent der Frauen wissen keine Antwort oder machen keine Angabe (je kumuliert).

28 Prozent der westdeutschen Befragten fänden es gut, wenn Die Grünen die SPD als führende Kraft links der Mitte dauerhaft ablösen. Dies sind neun Prozentpunkte mehr als in Ostdeutschland (19 %). Dementsprechend stimmen 36 Prozent der Westdeutschen und 46 Prozent der Ostdeutschen der Aussage nicht zu.

30 Prozent der 18- bis 24-Jährigen fänden es gut, wenn Die Grünen dauerhaft die SPD als führende Kraft links der Mitte ablösen. Dies geben ebenso 26 Prozent der 25- bis 34-Jährigen und 29 Prozent der ab 65-Jährigen an. In den übrigen Altersgruppen liegt der Anteil bei 23 Prozent. Je älter die Befragten, desto höher ist der Anteil derer, die der Aussage nicht zustimmen. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen liegt dieser Anteil bei 21 Prozent, bei den ab 65-Jährigen bei 46 Prozent. 

77 Prozent der Grünen-Wähler fänden es gut, wenn Die Grünen die SPD als führende Kraft links der Mitte dauerhaft ablösen. Auch 19 Prozent der SPD-Wähler sind dieser Meinung. Jeder dritte Linken-Wähler fände es auch gut, wenn die SPD von den Grünen als führende Kraft links der Mitte dauerhaft abgelöst wird (33 %). Außerdem geben dies 28 Prozent der Unions-Wähler, 18 Prozent der FDP-Wähler und elf Prozent der AfD-Wähler an. Jeweils mehr als jeder zweite Anhänger der Union (51 %), der FDP (53 %), der SPD (57 %) und der AfD (70 %) stimmt der Aussage nicht zu. Dies trifft ebenso auf 37 Prozent der Linken-Wähler und jeden zehnten Grünen-Wähler (10 %) zu.

Welches Profil soll die CDU nach der Wahl des neuen Bundesvorsitzenden einnehmen?

16 Prozent der Befragten wünschen sich, dass der Nachfolger bzw. die Nachfolgerin von Angela Merkel als CDU-Bundesvorsitzende/r den Kurs Merkels fortführt. 39 Prozent sind hingegen dafür, dass zum „traditionellen Kurs“ der Union zurückgekehrt wird und 32 Prozent sind weder für das Eine noch das Andere.

Für die Fortführung des Kurses von Angela Merkel sind 27 Prozent der jüngsten Befragten zwischen 18 und 29 Jahren. Bei den restlichen Altersgruppen liegen die Werte hier zwischen elf und 15 Prozent. Eine Rückkehr zur „traditionellen“ CDU wünschen sich 47 Prozent der ab 60-Jährigen, 37 bis 39 Prozent der 30- bis 59-Jährigen und 28 Prozent der 18- bis 29-Jährigen. 

Von den aktuellen Union-Wählern wünschen sich 27 Prozent eine Fortführung des Kurses von Angela Merkel, 48 Prozent, dass die Union zum „traditionellen Kurs“ zurückkehrt und 18 Prozent weder das Eine noch das Andere. Auch 24 Prozent der SPD-Wähler sind für die Fortführung des Kurses von Angela Merkel. AfD-Wähler wollen dies nur zu vier Prozent, während die Werte bei den anderen Parteianhängern hierbei zwischen elf und 19 Prozent liegen. Die Hälfte der Linke-Wähler (50 %) wünscht sich weder die Fortführung des Kurses von Angela Merkel noch die Rückkehr zum „traditionellen Kurs“ der CDU. Mehrheitlich für Zweiteres sind die AfD-Wähler (59 %) sowie die FDP-Wähler (51 %).

Sonntagsfrage und Potential der Parteien

Die Union erreicht diese Woche bei der Sonntagsfrage auf Bundesebene 25 Prozent und bleibt an erster Stelle. Die Grünen kommen auf 20 Prozent und belegen den zweiten Platz. Es folgt die AfD mit 16,5 Prozent. Die SPD liegt mit 14 Prozent an vierter Stelle. Die Linkspartei erreicht elf Prozent und die FDP 9,5 Prozent.

Die CDU/CSU verschlechtert sich bei der Sonntagsfrage im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt. Die SPD verliert ebenso einen Prozentpunkt, während die Grünen um einen Prozentpunkt zulegen. Die FDP gewinnt einen halben Prozentpunkt, ebenso wie die Linkspartei. Die AfD verliert einen halben Prozentpunkt.

Bei den sicheren Stimmen gewinnen die Union, die SPD und die AfD jeweils einen Prozentpunkt. Bei den übrigen Parteien ergibt sich hier keine Veränderung.

Bei den potentiellen Stimmen gewinnt die Linkspartei drei Prozentpunkte hinzu. Die Grünen gewinnen einen Prozentpunkt, während die SPD einen Prozentpunkt verliert. Die FDP kommt bei den potentiellen Stimmen auf drei Prozentpunkte weniger. Bei Union und AfD ergibt sich keine Veränderung.

Zwei Prozentpunkte mehr als letzte Woche können sich grundsätzlich nicht vorstellen, die Union zu wählen. Bei SPD und Linkspartei sinkt der Wert der ausgeschlossenen Stimmen um einen Prozentpunkt, während er bei AfD und FDP um einen Prozentpunkt steigt. Bei den Grünen zeigt sich keine Veränderung.

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