Neulich in Berlin: EU-Wahl und Demografie. – Ein Kommentar von Uwe-Matthias Müller in BZ-Nachrichten

Am 26. Mai 2019 wird bei uns ein neues EU-Parlament gewählt. Was hat das mit unserem Leben zu tun? Die EU-Wahl und die Demografie in der EU beleuchtet Uwe-Matthias Müller in seinem Kommentar „Neulich in Berlin…“ in BZ-NachrichtenTV.

Die Europawahl wird nach den übergeordneten Bestimmungen des EU-Wahlrechts ausgeführt, aber die Einzelheiten des Wahlvorgangs unterliegen nationalen Gesetzen, und die Wahl wird von der jeweiligen nationalen Behörde durchgeführt. In einigen Ländern herrscht Wahlpflicht, in einigen wird am 23. Mai gewählt, in anderen am 24. oder 26. Mai. Auch das Mindestalter ist von Land zu Land verschieden, ebenso wie die Sperrklauseln. Es handelt sich also im eigentlichen Sinn bei der Wahl zum europäischen Parlament nicht um eine einhetliche, EU-weite Wahl, die überall gleich ist, sondern um nationale Wahlvorgänge. Während in den Deutschen Bundestag 709 Abgeordnete von den wahlberechtigten Bürgern entsandt wurden, werden in Brüssel bzw. Straßburg nur 86 Abgeordnete Deutschland repräsentieren.

Nur 11% der Deutschen betrachten das gesamte Land als Heimat. 86% allerdings sehen ihr Dorf, ihren Kiez als Heimat an. Das, was in der Nähe ist und überschaubar, wo man sich auskennt und die sozialen Abläufe gewohnt sind, Sprache und Glaube bilden die Heimat. Es ist klar, dass die EU mit ihren bald 27 Mitgliedsstaaten in diesem Sinn keine Heimat sein kann. Zu unterschiedlich sind Sprachen, Glaube, Sozialverhalten und Kulturen. Hinzu kommt die beliebte „Masche“ einiger Politiker und Stammtisch-Matadore, alles, was nicht gut läuft, den Bürokraten in Brüssel in die Schuhe zu schieben. Es ist ja auch einfacher, die Schuld für Versagen bei einer amorphen Masse angeblich überbezahlter Hedonisten abzuladen, als selbst Verantwortung zu übernehmen.

In allen Diskussionen im Vorfeld der Europa-Wahl hat die Demografie in der EU kaum eine Rolle gespielt. Dabei ist die demografische Entwicklung nicht nur in Deutschland bedenklich, sondern auch in den Südstaaten der EU und im Osten.

Daher sollten die neugewählten Abgeordneten im EU-Parlament und die neu berufene EU-Kommission der Demografie endlich die Aufmerksamkeit widmen die es braucht, um unser Gemeinwesen zukunftsfest und nachhaltig zu gestalten.

Sehen Sie Uwe-Matthias Müller in BZ-NachrichtenTV zu den Themen EU-Wahl und EU-Demografie

Weiterführende Hinweise zur Europa-Wahl finden Sie hier: https://www.europawahl.eu/. Wenn Sie noch nicht ganz sicher sind, welches Partei-Programm zur EU-Wahl sich mit Ihren Ansichten deckt, können Sie den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung nutzen: https://www.wahl-o-mat.de/europawahl2019/.

Der Autor Uwe-Matthias Müller

Uwe-Matthias Müller ist Gründer und Vorstand des Bundesverband Initiative 50Plus. Bis 1998 hat er mit seiner Frau und den beiden Töchtern in (West-)Berlin gelebt. Heute lebt er in Bayern.

Uwe-Matthias Müller kommt viel und gern nach Berlin. „Als Berliner auf Zeit geniesst man nur die Vorteile der Hauptstadt und kann die vielen Unzulänglichkeiten einfach ignorieren.“

Mit „Neulich in Berlin…“ erzählt UMM Erlebnisse und Eindrücke aus der Stadt, die sich selbst als arm aber sexy beschreibt.

Kommentar hinterlassen zu "Neulich in Berlin: EU-Wahl und Demografie. – Ein Kommentar von Uwe-Matthias Müller in BZ-Nachrichten"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: