Neulich in Berlin: Leg doch mal das Handy weg und lass uns reden. – Ein Kommentar von Uwe-Matthias Müller in BZ-Nachrichten

Neulich sah ich ein Foto, nicht aus Berlin, aus Shanghai. Es könnte aber überall aufgenommen worden sein. Das Bild zeigte zwei Frauen, die nicht miteinander redeten sondern Ihr Handy „checkten“.

Wer von uns erlebte nicht auch schon einmal so eine Situation?

In diesen Tagen feiern wir Ostern. Früher – zu ärmeren Zeiten – war Ostern ein Anlass für Familien-Treffen und festliches, gemeinsames Essen. Heute ist Ostern für viele nur noch eine Gelegenheit zu einem aushäusigen, gekauften Oster-Brunch zu gehen, einen Ausflug oder Kurz-Urlaub zu organisieren. Warum aber haben wir frei und müssen die meisten nicht arbeiten? Wer kennt noch die Bedeutung des christlichen Festes Ostern und würdigt den Anlass und den Glauben?

Gemeinsame Sprache, gemeinsamer Glaube, gelebte und erlebte (christliche) Traditionen sind Grund-Pfeiler unseres Heimat-Gefühls. Sie vermitteln den Menschen das Gefühl der Geborgenheit, der Sicherheit. Wo diese elementaren Gefühle schwinden, schwindet bei den Bürgern auch der bürgerliche Grund-Konsens. Sie suchen sich woanders vermeintliche Sicherheiten. Andere Geborgenheiten. Andere Parteien…

Nutzen wir doch diese Tage und denken ein wenig darüber nach. Was läuft gut? Was müsste besser laufen? Und dann sprechen wir friedlich und gesittet über eine in diesem Sinn bessere Welt. Beginnen wir damit bei uns und in unseren Familien, in unserer Nachbarschaft. Jetzt.

Warum glauben wir? Gedanken von Uwe-Matthias Müller in BZ-NachrichtenTV

Der Autor Uwe-Matthias Müller

Uwe-Matthias Müller ist Gründer und Vorstand des Bundesverband Initiative 50Plus. Bis 1998 hat er mit seiner Frau und den beiden Töchtern in (West-)Berlin gelebt. Heute lebt er in Bayern.

Uwe-Matthias Müller kommt viel und gern nach Berlin. „Als Berliner auf Zeit geniesst man nur die Vorteile der Hauptstadt und kann die vielen Unzulänglichkeiten einfach ignorieren.“

Mit „Neulich in Berlin…“ erzählt UMM Erlebnisse und Eindrücke aus der Stadt, die sich selbst als arm aber sexy beschreibt.

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