Pflege: Weiterentwicklung der gesetzlichen Pflegevorsorge durch die Pflegestärkungsgesetze I und II

Die demografische Entwicklung ist eine Herausforderung; der Bedarf an Pflegeleistungen wird alleine aufgrund der zunehmenden Zahl hochaltriger Menschen wachsen, auch wenn wir heute „gesünder“ altern als früher. Wie können wir Pflege erleichtern, wie weit können technische Entwicklungen dazu beitragen das Selbstständigkeit und Unabhängigkeit länger erhalten bleiben, dass ältere Menschen länger in ihrer eigenen Wohnung bleiben können und auch dort gepflegt werden?

„Ambulant vor Stationär“ ist ein Grundsatz des Pflegegesetzes, der nun durch die neuen Gesetze weiter gestärkt wird. Und doch brauchen wir auch Alten- und Pflegeheime. Der veraltete Pflegebedürftigkeitsbegriff, der vor 20 Jahren eingeführt wurde, wird nun zum 01.01.2017 wesentlich verändert. Das Problem war die Berechnung der einzelnen Pflegeleistungen nach Minuten unter Vernachlässigung der jeweils individuellen Situation der zu pflegenden Person.

Mit Recht wird immer wieder betont, dass die Pflegeversicherung von vorne herein nur als „Teil-Kasko-Versicherung“ gedacht war und nicht die ganzen Pflegekosten abdecken soll und kann.
Die Würde und die Einzigartigkeit jedes Menschen müssen im Mittelpunkt unseres Handelns stehen. Dabei muss uns bewusst sein, dass Eigenleistungen des Pflegebedürftigen und gegebenenfalls seiner Familienangehörigen, im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtungen, bei Eintritt des Leistungsfalles erforderlich sind.

Wir müssen, mit unseren Mitbürgern ab einem Alter von 50 Jahren und älter, über diese Themen ins Gespräch gehen. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Kinder dieser Personen sich eventuell im Studium befinden und die Eltern zwischen ca. 75-95 Jahre alt sind. Daraus ergeben sich neben dem Thema Pflegevorsorge die Themen Vermögensschutz und Erbschaft. Eine qualifizierte Beratung bzw. Aufklärung bringt Vertrauen. Dies ist die Basis weiterer Geschäftsansätze.
In der Zukunft werden wir diese Serie Thema: „Pflegevorsorge“ weiterführen, auch unter Berücksichtigung spezifischer Fall- und Problemlösungen.

Der Autor  Paul Westerhoff ist Partner der auf Pflegevorsorgeberatungen spezialisierten Gesellschaft
www.Pflege-Finanzen.de. Über diese Internetseite können individuelle Informationen zur Pflegevorsorgeabsicherung angefordert werden.

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