Schöne, neue Welt: Konsumgewohnheiten der Deutschen werden sich radikal wandeln

Professor Peter Wippermann, Trendforscher und Botschafter des Bundesverband Initiative 50Plus, hat eine Studie vorgelegt, die für die nahe Zukunft einen radikalen Wandel des Einkaufsverhaltens der Deutschen ahnen lässt. Demnach werden Shopping-Touren in den Innenstädten zu Erlebnis-Touren, die Beratung und der Service werden weitgehend durch Computer und Roboter erfolgen.

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Versorgungseinkäufe dagegen werden durch eigenständig nachbestellende Kühlschränke und Lieferroboter erledigt.

Dies geht aus einer Studie über den Handel im Jahr 2036 hervor, die der Trendforscher Peter Wippermann mit TNS Infratest für den Verkaufssender QVC erstellt hat. „Das Unterhaltungsprinzip ist in Zukunft wichtiger als die Möglichkeit, das Produkt gleich in die Einkaufstüte packen zu können“, sagte Wippermann der „Welt“. Die Chance für den Einzelhandel liege darin, als Teil der Freizeit-Industrie den Online-Angeboten Paroli bieten zu können.

In einer Umfrage, die der Studie zugrunde liegt, waren 77 Prozent der Bundesbürger mit der Feststellung einverstanden: „Gerade weil so viel in Zukunft virtuell abläuft, werden Erlebnisse in der realen Welt umso wertvoller.“

In der Chance, lustbetontes Einkaufs-Erlebnis zu bieten und damit zahlungskräftige Kunden zum City-Point of Sale zu locken, liegen aber auch zwei Gefahren: 1. das klappt nicht und die Innenstädte veröden und 2. die Nahversorgung auf dem Land wird weiter abgebaut mit der Folge, dass die dort lebenden Menschen auch immer mehr von sozialen Kontakten abgekoppelt werden.

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