Sind die Bürger der Ansicht, dass die Dauer der parlamentarischen Sommerpause mit neun Wochen zu lang ist?

Das Meinungsforschungs-Institut INSA – ein Partner des Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus) wollte von den Befragten wissen, ob sie die neunwöchige parlamentarische Sommerpause des Deutschen Bundestages als zu lang erachten. Die Antwort fällt eindeutig aus.

Insgesamt erachten 62 Prozent der Befragten die Sommerpause als zu lang, 13 Prozent stimmen dem nicht zu.

Mit fast zwei Dritteln (64 %) stimmen insgesamt mehr männliche als weibliche Befragte zu (60 %). Ebenfalls stimmen mehr Männer als Frauen nicht zu (15 bzw. 11 %).
Auffallend ist, dass, kumuliert betrachtet, viel mehr weibliche als männliche Befragte „weiß nicht“ oder „keine Angabe“ als Antwort angeben (29 % bei den Frauen und 20 % bei den Männern).

Je älter die Befragten sind, desto größer ist tendenziell die Zustimmung, dass die Sommerpause des Deutschen Bundestages zu lang ist. So stimmt nur ein gutes Drittel (35 %) der 18- bis 24-Jährigen dieser Aussage zu, während dieser Anteil bei den ab 65-Jährigen mehr als doppelt so hoch (77 %) ist und bis dahin kontinuierlich über die Altersklassen hinweg ansteigt. Die einzige Ausnahme in diesem linear steigenden Verlauf bildet die Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen, bei der 65 Prozent der Befragten dieser Aussage zustimmen. Der Anteil derer, die nicht zustimmen, liegt bis zu einem Alter von einschließlich 64 Jahren zwischen 13 und 18 Prozent. Nur neun Prozent der ab 65-Jährigen stimmen nicht zu und stellen damit den geringsten Anteil.

Der Anteil an Befragten, die angeben, es nicht zu wissen oder keine Angabe machen, ist mit 49 Prozent (kumuliert) bei den 18- bis 24-Jährigen sehr hoch.

Unterteilt nach Westen und Osten Deutschlands zeigt sich, dass die Zustimmung in den alten Bundesländern höher ist als in den neuen (64 bzw. 57 %). Der Anteil derer, die dieser Aussage nicht zustimmen ist im Osten mit 15 Prozent größer als im Westen (13 %). Der Anteil an Befragten, die angeben es nicht zu wissen oder keine Angabe machen, ist im Osten Deutschlands mit 28 Prozent (kumuliert) höher als im Westen (23 %, kumuliert).

Aufgeteilt nach Parteien zeigt sich, dass die Wähler der AfD den größten Anteil an Befragten stellen, die dieser Aussage zustimmen (78 %). Es folgen Anhänger der FDP (71 %), SPD (69 %) und Linke (67 %). Lediglich 62 Prozent der Wähler der CDU/CSU finden die parlamentarische Sommerpause zu lang, bei den Grünen empfinden dies sogar nur 55 Prozent der Befragten.
Entsprechend zur höchsten Zustimmung stimmen nur elf Prozent der Wähler der AfD dieser Aussage nicht zu. Bei den übrigen Parteien liegt dieser Anteil zwischen 16 und 20 Prozent.
Der Anteil derer, die angeben es nicht zu wissen oder keine Angabe machen, ist bei den Grünen mit 25 Prozent, verglichen mit den anderen Parteien, vergleichsweise hoch.

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