Sonntagsfrage aktuell und die Frage zur Zukunft der National-Hymne

In der Sonntagsfrage des aktuellen INSA-Meinungstrends ist die Union mit 28,5 Prozent stärkste Kraft. Mit 19 Prozent liegen die Grünen auf Platz zwei, gefolgt von der SPD mit 16 Prozent. Die AfD erreicht 14 Prozent, die FDP 9,5 Prozent und die Linke neun Prozent.

Die FDP und die Linke gewinnen damit im Vergleich zur Vorwoche einen halben Punkt hinzu. Die CDU/CSU, die SPD und die AfD halten ihren Wert, während die Grünen einen Prozentpunkt verlieren.

Die Potentialanalyse zeigt, dass die FDP einen Punkt an sicheren Stimmen hinzugewinnt. Die Grünen verlieren einen Prozentpunkt und die Union verliert zwei Prozentpunkte. Bei SPD, AfD und Linkspartei zeigen sich hier keine Veränderungen.

An potentiellen Wählern gewinnt die SPD vier Punkte, die CDU/CSU zwei Prozentpunkte und die AfD und die FDP jeweils einen Punkt hinzu. Die Grünen verlieren einen Prozentpunkt und bei der Linken zeigt sich keine Veränderung.

Der Anteil an nicht zu erreichenden Wählern verringert sich diese Woche bei allen Parteien. Bei SPD und FDP verringert er sich um jeweils sechs Prozentpunkte, bei Union und Grünen um fünf Prozentpunkte, bei der Linkspartei um vier Prozentpunkte und bei der AfD um einen Punkt.

Wie stehen die Befragten zur deutschen Nationalhymne und wer wünscht sich eine Änderung des Textes?

16 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass der aktuelle Text der deutschen Nationalhymne zu sehr an den Nationalsozialismus erinnert. 64 Prozent der Männer und 50 Prozent der Frauen und damit insgesamt 57 Prozent der Befragten, also die absolute Mehrheit, stimmen dieser Aussage nicht zu. Darüber hinaus weiß gut ein Viertel der Befragten (26 %, kumuliert) hier keine Antwort oder macht keine Angabe.

Mit Blick auf das Alter zeigen sich deutliche Unterschiede hinsichtlich der Aussage, dass der aktuelle Text der deutschen Nationalhymne zu sehr an den Nationalsozialismus erinnert. Während nur 44 Prozent der jüngsten Altersgruppe der Aussage nicht zustimmen, steigt dieser Anteil bis auf 65 Prozent bei den 50- bis 59-Jährigen und liegt auch bei den restlichen Altersgruppen zwischen 57 und 59 Prozent und somit deutlich höher.

Der Anteil derer, die der Aussage zustimmen, dass der aktuelle Text der deutschen Nationalhymne zu sehr an den Nationalsozialismus erinnert, ist bei den Linke-Wählern mit 30 Prozent am größten und sinkt bis auf zehn Prozent bei den FDP- und bis auf neun Prozent bei den AfD-Wählern. SPD-, Unions- und Grünen-Wähler stimmen hier zwischen 24 und 17 Prozent zu. Entsprechend ist der Anteil derer, die dieser Aussage nicht zustimmen, bei den Wählern der AfD (80 %) und der FDP (71 %) am größten und bei den Wählern der Linkspartei (45 %) am kleinsten.

Knapp ein Fünftel (19 %) der Befragten stimmt der Aussage zu, dass der aktuelle Text der deutschen Nationalhymne nicht ausreichend geeignet ist, um das wiedervereinte Deutschland zu repräsentieren. Die absolute Mehrheit der Befragten (54 %) stimmt dieser Aussage jedoch nicht zu. Dies ist für 61 Prozent der Männer und 48 Prozent der Frauen der Fall, was auch dadurch erklärt werden kann, dass 21 Prozent der Frauen aber nur 13 Prozent der Männer keine Antwort wissen. Insgesamt wissen 26 Prozent (kumuliert) keine Antwort oder machen keine Angabe.

Der Anteil derer, die nicht zustimmen, dass der aktuelle Text der deutschen Nationalhymne nicht ausreichend geeignet ist, um das wiedervereinte Deutschland zu repräsentieren, steigt von 46 Prozent bei den 18- bis 29-Jährigen bis auf 62 Prozent bei den 50- bis 59-Jährigen und sinkt dann wieder leicht auf 56 Prozent bei den Befragten ab 60 Jahren. 22 Prozent der jüngsten Altersgruppe und nur noch 14 Prozent der 50- bis 59-Jährigen wissen hier keine Antwort.

Die absolute Mehrheit der Wähler aller Parteien stimmt der Aussage nicht zu, dass der Text der deutschen Nationalhymne neu verfasst werden sollte. Dabei sind die Anteile der AfD (77 %) und der FDP (74 %) mit Abstand am größten und der Anteil der Linke-Wähler (51 %) am kleinsten. Die Anteile der Wähler der Union, der SPD, der Grünen und sonstiger Parteien liegen zwischen 60 und 65 Prozent.

Wie fänden es die Befragten, wenn die Grünen die SPD als führende Kraft links der Mitte ablösen würden?

28 Prozent der Befragten fänden es gut, wenn Bündnis 90/Die Grünen die SPD als führende Kraft links der Mitte dauerhaft ablösen. Eine relative Mehrheit von 41 Prozent äußert sich jedoch gegenteilig und 30 Prozent (kumuliert) wissen keine Antwort oder machen keine Angabe. 46 Prozent der Männer und 36 Prozent der Frauen stimmen dieser Aussage nicht zu. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern können darauf zurückgeführt werden, dass 37 Prozent der Frauen aber nur 24 Prozent der Männer (je kumuliert) keine Antwort wissen oder keine Angabe machen.

Der Anteil derer, die es gut fänden, wenn Bündnis 90/Die Grünen die SPD als führende Kraft links der Mitte ablösen, ist bei den 18- bis 29-Jährigen am größten. Den kleinsten Anteil machen die 40- bis 49-Jährigen mit 23 Prozent aus. Der Anteil derer, die der Aussage nicht zustimmen, steigt nahezu kontinuierlich von 26 Prozent bei der jüngsten bis auf 48 Prozent bei der ältesten Gruppe. Einzige Ausnahme bilden die 50- bis 59-Jährigen, die mit 42 Prozent einen geringeren Anteil zu verzeichnen haben als die 40- bis 49-Jährigen mit 45 Prozent.

74 Prozent der Grünen-Wähler fänden es gut, wenn Bündnis 90/Die Grünen die SPD als führende Kraft links der Mitte dauerhaft ablösen. Der Anteil der SPD-Wähler, die dieser Aussage zustimmen, beträgt 27 Prozent und nur elf Prozent der AfD-Wähler stimmen zu. Entsprechend ist der Anteil derer, die der Aussage nicht zustimmen, bei den Wählern der AfD mit 69 Prozent am größten und bei den Wählern der Grünen mit 13 Prozent am kleinsten. 52 Prozent der SPD-Wähler stimmen dieser Aussage ebenfalls nicht zu. Die Anteile bei den anderen Wählergruppen bewegen sich hier zwischen 47 und 54 Prozent.

Hermann Binkert (INSA) in BZ-NachrichtenTV zur aktuellen politischen Stimmungs-Lage

Kommentar hinterlassen zu "Sonntagsfrage aktuell und die Frage zur Zukunft der National-Hymne"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: