Sonntagsfrage für Deutschland und zur Europa-Wahl

In der Ukraine wurde gestern der Amtsinhaber Poroschenko abgewählt. Der Neue heißt Wolodymyr Selenskyj  und wird in 3 Wochen die Amtsgeschäfte als Präsident der Ukraine übernehmen. In Deutschland gibt es 2019 eine Reihe von Landtags- und Kommunalwahlen und am 26. Mai 2019 die Europa-Wahl. Grund genug, die politische Stimmungslage der Bürger in Deutschland und in den Ländern der EU abzufragen.

Im aktuellen INSA-Meinungstrend kommt die Union auf 30,5 Prozent der Stimmen. An zweiter Stellen folgen mit 18 Prozent die Grünen. Die SPD ist mit 15,5 Prozent aktuell die drittstärkste Kraft, gefolgt von der AfD mit 14 Prozent. FDP und Linkspartei liegen mit jeweils neun Prozent gleichauf.

Somit gewinnt die Union im Vergleich zur Vorwoche 1,5 Punkte und die Linkspartei einen halben Punkt. FDP und Grüne verlieren jeweils einen Punkt. SPD und AfD halten ihr Ergebnis der letzten Woche.

Bei den sicheren Stimmen gewinnt die Union zwei Punkte und die AfD einen Punkt. Bei SPD, FDP, Linkspartei und Grünen gibt es bei den sicheren Stimmen keine Veränderung.
In dieser Woche gewinnen die FDP und die Linkspartei jeweils einen Punkt an potentiellen Wählern. Die Union und die Grünen hingegen verlieren jeweils einen Punkt. Bei der SPD und der AfD gibt es im Vergleich zur Vorwoche keine Veränderungen hinsichtlich der potentiellen Wähler.

Die Anzahl der ausgeschlossenen Stimmen nimmt bei der Linkspartei um vier Punkte ab. Bei der Union ist ein Rückgang von drei Punkten zu verzeichnen. Auch bei der SPD, der AfD und der FDP nimmt der Anteil an ausgeschlossenen Stimmen jeweils um zwei Punkte ab. Die Grünen haben mit einem Punkt Verringerung die geringste Veränderung.

Wie würden die Europäer aktuell zur Europawahl wählen?

Im Vorfeld zur Wahl des Europäischen Parlaments haben wir in einer zweiten Erhebungswelle zusammen mit namhaften Meinungsforschungsinstituten aus Italien, Spanien, Polen und Frankreich sowohl die Wahlabsicht zur Europawahl als auch verschiedene andere Themenbereiche abgefragt. Die Ergebnisse zur ersten Welle finden Sie in der Newsletter-Ausgabe 195 vom 08.03.2019.

Die Institute sowie die aktuellen Sonntagsfrage-Ergebnisse der Länder finden Sie erneut in der folgenden Übersicht. Darüber hinaus finden Sie auch in diesem Newsletter die Ergebnisse der thematischen Befragung aller Länder im Vergleich.

In Deutschland käme die Union, wenn am kommenden Sonntag Europawahlen wären, auf 29 Prozent. Die SPD läge zusammen mit den Grünen an zweiter Stelle mit je 16 Prozent. Die AfD könnte zwölf Prozent erlangen. Die FDP und die Linkspartei würden jeweils acht Prozent der Stimmen erreichen. Da bei der Europawahl keine formelle Prozenthürde für den Einzug ins Europaparlament gilt, weisen wir auch zumindest die Parteien aus, die auf mindestens ein Prozent kommen. Die Freien Wähler kämen auf drei Prozent, die Mensch Umwelt Tierschutz Partei sowie Die PARTEI kämen jeweils auf zwei Prozent und die Piratenpartei auf ein Prozent. Für sonstige Parteien bleiben drei Prozent übrig.

In Österreich würden die ÖVP und die SPÖ bei einer Europawahl am kommenden Sonntag jeweils auf 28 Prozent kommen. Die FPÖ läge mit 25 Prozent an dritter Stelle. Die Grünen würden neun Prozent erreichen, die NEOS sechs Prozent und die Liste Jetzt zwei Prozent. Auf sonstige Parteien würden zwei Prozent entfallen.

Mit 31,8 Prozent wäre Lega Nord in Italien die stärkste Partei. Die Demokratische Partei käme auf 22,1 Prozent und die Fünf-Sterne-Bewegung käme auf 22 Prozent.

Stärkste Partei in Polen bei der Europawahl wäre aktuell PiS mit 41,6 Prozent, knapp gefolgt von einer pro-europäischen Koalition verschiedener Parteien (40,5 %).

In Spanien wäre die Sozialistische Arbeiterpartei an erster Stelle mit 29,6 Prozent. Zweiter wäre die Volkspartei mit 21,8 Prozent. Auf 13,8 Prozent käme Ciudadanos und Unidos Podemos käme auf 12,7 Prozent.

In Frankreich wären Rassemblement National und La République en Marche et Modem mit je 22 Prozent aktuell die stärksten Parteien. Die Republikaner würden 14 Prozent der Stimmen erlangen.

Der italienische Kooperationspartner von INSA SWG hat auf Basis unserer Umfragen sowie weiteren Umfragedaten aus ganz Europa eine Sitzverteilungsprognose erstellt. Die Europäische Volkspartei käme demnach auf 185 Sitze von 705 Sitzen. Die sozialdemokratische Fraktion würde 141 Sitze erlangen. Die Liberalen kämen auf 98 Sitze. Die ENF-Fraktion wäre die viertgrößte mit 67 Sitzen. Die EKR käme auf 56 Sitze und die Linke-Fraktion auf 52 Sitze. Die Grünen würden 43 Sitze erringen und die EFDD-Fraktion wäre mit 39 Sitzen vertreten. Es würde sieben unabhängige Kandidaten geben und 17 Sitze würden auf sonstige Fraktionen fallen.

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