Studie an Jens Spahn übergeben: Eine Antwort auf den Pflegenotstand – Osteuropäische Betreuungskräfte immer mehr nachgefragt

Eine repräsentative INSA-Studie von PROMEDICA PLUS und dem Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus) zeigt die Bedeutung der 24-Stunden-Betreuung in der häuslichen Pflege.  Angehörige und Pflegebedürftige wünschen sich regionale Ansprechpartner in der Vermittlung und Betreuung von Betreuungskräften für den Verbleib zu Hause. Osteuropäische Betreuungskräfte können Aushilfe im aktuellen Pflegenotstand sein und die häusliche Pflege-Situation entlasten. Die Studien-Ergebnisse wurden in Berlin Bundesgesundheitsminister Jens Spahn übergeben. Der Minister nahm sich ausgiebig Zeit für ein Gespräch über das Modell der 24-Stunden-Pflege-Betreuung und zeigte sich stark interessiert an den verschiedenen Aspekten der Pflege-Situation in Deutschland.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn informiert sich über die Pflege-Studie des BVI50Plus

Deutschland steht vor dem Problem einer überalternden Gesellschaft: Die Menschen leben immer länger, gleichzeitig sinkt die Anzahl der geborenen Kinder – der relative Anteil der älteren Einwohner an der Gesamtbevölkerung steigt. Dieser Geburtenrückgang setzte in Deutschland Ende der 1960er Jahre ein. Lag die Fertilitäts-Rate im Jahr 1950 noch bei 2,2 Kindern, sank sie bis heute auf nur 1,36 Kinder. Die Alterung unserer Gesellschaft verschärft die Pflegesituation in Deutschland, deren Herausforderungen werden immer größer werden.

Uwe-Matthias Müller (BVI50Plus) im Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland steigt bereits seit 1999 stark an. Schon 2015 lag die Gesamtzahl bei ca. 2,9 Mio. pflegebedürftigen Menschen, 2030 wird sie Prognosen zufolge bei etwa 3,6 Mio. liegen. Dabei nimmt die Zahl älterer Menschen sowie ihr Bevölkerungsanteil stark zu: Allein von 2015 bis 2030 wird die Anzahl pflegebedürftiger Menschen im Alter von 90 Jahren und älter um 94 Prozent steigen. Für die gleiche Altersgruppe wird ein weiterer Anstieg bis 2045 von 22 Prozent prognostiziert. Und auch die Alterskohorte der 80 bis unter 90-jährigen steigt in diesen Zeiträumen stark an. Bis 2030 werden es 20 Prozent sein, bis 2045 über 50 Prozent.

Diese Prognose nahmen der Pflege-Dienstleister PROMEDICA PLUS und der Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus) gemeinsam zum Anlass, eine Umfrage zum Thema Akzeptanz und Nutzung der 24-Stunden-Betreuung bei Pflegebedürftigkeit durchzuführen. Repräsentativ befragt wurden Personen, die in besagten Zeiträumen der Gruppe der pflegebedürftigen Personen angehören (könnten). „PROMEDICA PLUS bietet mit seiner Dienstleistung genau das, was die deutsche Pflegebranche benötigt: eine Antwort auf den akuten Pflegenotstand“, meint Uwe-Matthias Müller, Geschäftsführender Vorstand Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus).

24-Stunden-Betreuung erfreut sich hohem Zuspruch

Die Vorteile einer 24-Stunden-Betreuung werden sowohl von pflegenden Angehörigen als auch Personen, die (noch) nicht mit Pflege aktiv zu tun hatten, erkannt. So bevorzugt die Mehrheit der Befragten eine 24-Stunden-Betreuung zu Hause bzw. würde sie bevorzugen. Für 59 Prozent ist das traute Heim die erste Wahl beim Älter werden. 61 Prozent der Frauen und 56 Prozent der Männer geben dies gegenüber der stationären Pflege im Heim an. In der Gruppe der selbst Pflegebedürftigen bevorzugen hingegen 55 Prozent eine 24-Stunden-Betreuung bzw. würden sie bevorzugen. 65 Prozent der Befragten mit pflegebedürftigen Angehörigen vertraut auf die 24-Stunden-Betreuung zu Hause. Ohne Unterstützung aus Osteuropa würde das deutsche Pflegesystem nicht funktionieren, äußerte sich unlängst Claus Fussek, bekanntester deutscher Pflegekritiker, zum Thema.

Mehrzahl der Bürger akzeptiert Pflegekräfte aus Osteuropa 

Angesichts des akuten Mangels beim Pflege-Personal ist die Bereitschaft der Deutschen, auch ausländische Pflege-Kräfte zu akzeptieren, hoch. Dabei gibt es auch keine Vorbehalte gegenüber Pflege-Kräften aus Osteuropa. Die Akzeptanz ist besonders hoch bei älteren Bürgern.

Regionaler Ansprechpartner ist das A und O

Mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent kumuliert) ist zudem eine regional zugängliche und persönliche Beratung und Kundenbetreuung vor Ort in Bezug auf eine 24-Stunden-Betreuung sehr oder eher wichtig. PROMEDICA PLUS bietet genau das in Person seiner Berater vor Ort. In persönlichen Gesprächen bewerten sie gemeinsam mit Angehörigen und pflegebedürftiger Person die individuelle Situation beim Pflegebedürftigen vor Ort. „Die Nachfrage nach Angeboten für eine Betreuung daheim ist hoch wie nie. Wir haben über 120 Berater in ganz Deutschland, die dieser Nachfrage gerne nachkommen. Damit bieten wir pflegebedürftigen Menschen bundesweit eine Alternative zum Heim“, sagt Daniel Haberkorn, Geschäftsführer bei PROMEDICA PLUS. Haberkorn weiß, wovon er redet. Insgesamt gibt es 401 Kreise in Deutschland, Promedica deckt mit seinem Angebot gut ein Drittel davon ab. Doch nicht nur die regionale Betreuung ist wichtig: 47 Prozent der Befragten sehen neben der Vor-Ort-Beratung weitere Vorteile einer 24-Stunden-Betreuung wie ein vertrautes Umfeld oder den Verbleib im eigenen Zuhause. Für weitere 16 Prozent ist die permanente Verfügbarkeit der Betreuung bzw. des Betreuungspersonals ein Vorteil.

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