Tanzen macht glücklich! – Ein Kommentar von Renate Zott in BESTZEIT-PLUS

Auf einem großen Plakat vor einer Tanzschule, stand in dicken Lettern: „Wer laufen kann, kann auch tanzen“. Der Spruch hat sich bei mir eingeprägt und entlockt mir noch jetzt ein Schmunzeln.

Die Botschaft: es ist einfach, DU kannst es auch!

Immerhin – so habe ich gelesen – trauen sich in Deutschland schon rund 10 Millionen und wer es noch nicht mitbekommen hat: vorbei ist auch die Zeit, wo Tanzen als zutiefst altmodisch und schrecklich verstaubt angesehen wurde. Kleiderordnung, Knicks und Knigge gehören längst der Vergangenheit an.

Gleichwohl scheinen die Hürden hoch zu liegen, insbesondere für die Männer, denn bei Tanzveranstaltungen gibt es meistens einen Frauenüberschuss. Warum eigentlich, wenn nur „Laufen können“ die Grundvoraussetzung ist?

Dabei ist Tanz nachweislich heilsam und gehört zu den Ursprüngen in der Evolution des Menschen. Schon immer wurde getanzt. Heute weiß man, dass Tanzen an der Spitze der Bewegungstherapien steht, wenn es um die langfristige gesundheitliche Wirkung geht. Eine epidemiologische Studie konnte zeigen, dass Paartanzen das Demenzrisiko um sage und schreibe 76% reduziert, wohingegen Kreuzworträtsellösen und Lesen mit 47% und 35% deutlich schlechter abschneidet. Zu verdanken ist es der Komplexität an Anforderungen, die der Tanz an uns stellt. Aufmerksamkeit, Motorik, Koordination, Rhythmusgefühl, Lang- und Kurzzeitgedächtnis werden beansprucht und müssen von unserem Gehirn koordiniert werden, damit ein geplanter Bewegungsablauf, der zur Musik passt, überhaupt möglich ist.

Weitere Studien haben nachgewiesen, dass Tanztherapien auch Patienten mit Parkinson und Multipler Sklerose helfen, weil der Tanz die Mobilität verbessert.

Tanzen bringt Generationen und Geschlechter zusammen, wie kein anderer Sport. Volksfeste, wie das Oktoberfest, wo Jung und Alt gemeinsam ausgelassen und fröhlich zu Schlagern singen und tanzen, sind ein Beweis dafür. Auch die ganz Kleinen lieben es, sich zu Musik zu bewegen. Sie machen es freiwillig, ausgelassen und voller Freude. Tanzen liegt uns also im Blut.

Das Schönste am Tanzen ist für mich etwas ganz anderes, nämlich das Seelenheil! Tanzen entspannt und entstresst. Auf ganz wunderbare Weise entschleunigt es vom Alltag, „verführt“ in eine ganz eigene Welt, die beschwingt ist und voll mit positiver Energie. Die körperliche Ebene, die beim Tanzen gefordert ist, ist also das eine, die psychische Ebene, die durch den Tanz neuen Schwung erfährt, das ganz Besondere.

An unterschiedlichen Schwüngen fehlt es dem Tanz auch nicht, denn kaum eine Sportart hat so viele unterschiedliche Ausrichtungen zu bieten. Zu sagen, der klassische Tanz – also z. B. Standard/Latein – liegt mir nicht, ist eine schlechte Ausrede. Eine Vielzahl von modernen Tänzen haben in das Tanzrepertoire Einzug gehalten und warten darauf, ausprobiert zu werden. Und das Schöne am Tanzen ist: es ist nie zu spät, damit anzufangen!

Wer jetzt noch mit sich hadert, möge einfach prüfen, ob er laufen kann 😊… ich kann nur ermuntern und raten, es auf einen Versuch ankommen zu lassen!

Die Autorin Renate Zott

Renate Zott wohnt in Frankfurt am Main und ist aktive Kämpferin für ein positives Altersbild. Renate Zott, erst Versicherungs-Maklerin und jetzt Managerin einer Haustechnik-Firma, ist verheiratet und Mutter eines erwachsenen Sohnes.

Renate Zott ist Botschafterin des Bundesverband Initiative 50Plus und Kreis-Geschäftsführerin des BVI50Plus in Frankfurt am Main.

Sie betreibt den Blog www.topagemodel.de. Renate Zott ist auch bei Facebook und Instagram.

Sehen Sie Renate Zott im 50PlusFernsehen:

1 Kommentar zu "Tanzen macht glücklich! – Ein Kommentar von Renate Zott in BESTZEIT-PLUS"

  1. Hallo,
    das Tanzen das Demenzrisiko um 76% reduziert ist eine tolle Neuigkeit.
    Wenn ich das nicht vergesse, dann werde ich mal wieder die Hufen schwingen. 😉
    Einen tollen Blog habt Ihr hier auf die Beine gestellt.
    Wir sehen uns dann ja bald auf dem Parkett.
    LG
    Stef

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