Umfrage: Ältere Wähler rücken von Bundeskanzlerin Merkel ab

Das Meinungsforschungs-Institut INSA – ein Partner des Bundesverband Initiative 50Plus – hat in einer neuen Umfrage herausgefunden, dass die Mehrheit der älteren Wähler nicht will, dass Angela Merkel erneut Bundeskanzlerin wird. Gleichzeitig befürchten ältere Befragte, dass die Kluft der Entwicklung zwischen städtischen Ballungsräumen und ländlichen Gebieten größer wird.

Die Union würde momentan mit einem Anteil von 25,5 Prozent an sicheren Stimmen klar Wahlsieger werden. An zweiter Stelle käme die SPD (16 % sichere Stimmen), an dritter die AfD (11,5 % sichere Stimmen). Die Linke (8,5 %) liegt bei den sicheren Stimmen vor FDP und Grünen. Letztgenannte liegen mit jeweils 7,5 Prozent sicherer Stimmen gleichauf. Diese Reihenfolge ändert sich nicht, wenn man die wahrscheinlichen Stimmen betrachtet. Beim Blick auf die möglichen Stimmen überholen FDP (16 % mögliche Stimmen) und Grüne (15 % mögliche Stimmen) die Linke (14,5 Prozent mögliche Stimmen).

Würden die Befragten so wählen, dass Angela Merkel nicht mehr Bundeskanzlerin bleibt?

INSA hat gefragt, ob die Befragen ihre Wahlentscheidung so treffen würden, dass Angela Merkel nicht mehr Bundeskanzlerin bleibt. 42 Prozent der Befragten stimmen dem zu, wobei mehr Männer (45 %) als Frauen (39 %) dies angeben. 30 Prozent aller Befragten stimmen der Aussage nicht zu, hier ergeben sich keine geschlechtsspezifischen Unterschiede. Diese sind allerdings bei der Gruppe zu finden, welche „weiß nicht“ angibt oder keine Angabe macht. Insgesamt geben 28 Prozent (kumuliert) dies an. Dieser Anteil setzt sich aus 25 Prozent (kumuliert) der männlichen und 31 Prozent (kumuliert) der weiblichen Befragten zusammen.

Beim Blick auf das Alter zeigt sich, dass vor allem ältere Befragte der Aussage eher zustimmen. Mehr als die Hälfte (51 %) der über 65-jährigen Befragten stimmt dieser Aussage zu. Gleichzeitig geben auch 34 Prozent der Befragten dieser Altersgruppe an, dass sie bei Neuwahlen nicht versuchen würden so zu wählen, dass Angela Merkel nicht mehr Bundeskanzlerin bliebe. Die 18- bis 24-Jährigen (34 %) und 25- bis 34-Jährigen (32 %) stellen die kleinsten Gruppen derer dar, welche der Aussage zustimmen. Gleichzeitig sind sie mit 40 Prozent (kumuliert) und 38 Prozent (kumuliert) auch die Altersgruppen, welche am häufigsten „weiß nicht“ angeben oder keine Angabe machen. Nimmt man die Gruppe der 18- bis 24-jährigen Befragten aus, so sieht man die Tendenz, dass mit steigendem Alter der Befragten auch die Zustimmung zu der Aussage steigt.

Glauben die Befragten, dass der ländliche Raum im Vergleich zum städtischen benachteiligt ist?

Die Mehrheit der Befragten (55 %) denkt, dass der ländliche Raum in Deutschland im Vergleich zum urbanen benachteiligt ist. Der Anteil an Zustimmenden ist bei den Männern größer (60 %) als bei den Frauen (51 %). Rund ein Fünftel (21 %) stimmt der Aussage nicht zu, hierbei beträgt der Anteil an den männlichen Befragten 22 Prozent, an den weiblichen ist er zwei Prozentpunkte geringer (20 %). Geschlechtsspezifische Unterschiede ergeben sich auch bei der Betrachtung derer, welche „weiß nicht“ angeben, respektive keine Angabe machen: 29 Prozent (kumuliert) der weiblichen Befragten geben dies an, während der Anteil bei den Männern 10 Prozentpunkte niedriger ist (19 %) .

Betrachtet man die Zustimmung der Befragten nun mit Blick auf deren Alter, wird eine leichte Tendenz dahingehend sichtbar, dass ältere Befragte ist eher zustimmen als jüngere. Während der Anteil der 18- bis 24-Jährigen, welche der Aussage zustimmen, bei 43 Prozent liegt, stimmen rund zwei Drittel (65 %) der über 65-jährigen Befragten der Aussage zu. Keine Tendenz zeigt sich hingegen bei der Gruppe, welche nicht zustimmt. Der Anteil dieser liegt hierbei bei den 25- bis 34-Jährigen am höchsten (23 %), am niedrigsten bei den 35- bis 44-Jährigen, 55- bis 64-Jährigen und den ab65-Jährigen (jeweils 20 %). Außerdem zeigt sich eine leichte Tendenz bei der Gruppe, welche „weiß nicht“ angibt respektive keine Angabe macht. Je jünger die Befragten sind , desto eher wird dies angegeben . Die Anteile reichen von 35 Prozent (kumuliert) bei den 18- 24-Jährigen hin zu 14 Prozent (kumuliert) bei den über-65-Jährigen.

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