Umfrage: wollen die Bürger einen Deutschen als EU-Kommissionspräsident?

Wollen die Bürger als Nachfolger von Jean-Claude Juncker als EU-Kommissions-Präsident einen Deutschen? Diese Frage stellte das Meinungsforschungsinstitut INSA – ein Partner des Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus) – mit durchaus überraschendem Ergebnis.

Mit 40 Prozent fände der Großteil der Teilnehmer es gut, wenn der nächste EU-Kommissionspräsident aus Deutschland kommen würde. Nur 15 Prozent der Befragten würden diese Möglichkeit anders bewerten.

Im Geschlechtervergleich zeigt sich, dass die männlichen Befragten es stärker befürworten als die weiblichen Befragten, wenn der nächste EU-Kommissionspräsident aus Deutschland kommen würde (44 %). Der Anteil der Frauen, die dieser Position zustimmen, liegt bei 35 Prozent und ist neun Prozentpunkte geringer als derer der Männer. Der Anteil der Befragten, welche es nicht gut fänden, wenn der nächste EU-Kommissionspräsident aus Deutschland kommen würde, ist ebenfalls bei den Männern etwas höher (17 %) als bei den Frauen (12 %).

Im Vergleich der Altersgruppen zeigt sich, dass der Anteil der Befragten, welche es gut fänden, wenn der nächste EU-Kommissionspräsident aus Deutschland kommen würde, mit zunehmendem Alter ansteigt. Bei den 18- bis 24-Jährigen entspricht dieser Anteil 32 Prozent. Bei den ab 65-Jährigen stimmen dieser Position die Hälfte der Befragten zu (50 %).

Der Anteil an Teilnehmern, welche es negativ sehen würden, wenn der nächste EU-Kommissionspräsident aus Deutschland kommen würde, fällt am höchsten bei den drei jüngeren Altersgruppen aus. Er liegt zwischen 17 Prozent bei den 25- bis 34-Jährigen und 19 Prozent bei den 18- bis 24-Jährigen. Der Anteil bei den drei älteren Altersgruppen, welche es negativ beurteilen würden, wenn der nächste EU-Kommissionspräsident aus Deutschland kommen würde, liegt bei den 45- bis 54-Jährigen bei zwölf Prozent und erhöht sich bei den Befragten, welche 55 Jahre oder älter sind, auf 13 Prozent. 

Aufgeteilt nach Parteien ist erkennbar, dass der Anteil an Befragten, welche es positiv beurteilen würden, wenn der nächste EU-Kommissionspräsident aus Deutschland kommen würde, bei der Union am höchsten liegt (63 %) und bei SPD (54 %) und AfD allmählich abfällt (36 %). Bei der FDP erhöht sich dieser Anteil wieder auf fast die Hälfte der Befragten (48 %), bei der Linken sinkt der Anteil wieder ab auf zirka ein Drittel (29 %) und steigt bei den Grünen wieder an (42 %).

Der Anteil der Befragten, welche es negativ sehen würden, wenn der nächste EU-Kommissionspräsident aus Deutschland kommen würde, ist bei der AfD am höchsten und liegt etwa bei einem Viertel der Stimmen (26 %). Der Anteil reduziert sich bei der FDP auf 23 Prozent, bei der Linken auf 19 Prozent, die Grünen vertreten diese Meinung mit einem Anteil von 14 Prozent, 13 Prozent entfallen auf die SPD und nur neun Prozent der CDU/CSU-Wähler würden es negativ sehen, wenn der nächste EU-Kommissionspräsident aus Deutschland kommen würde.

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