UN-Migrationspakt ja oder nein? Ältere Bürger haben eine klare Meinung

Seit dem Entschluss Österreichs, nicht Teil des UN-Migrationspaktes werden zu wollen, wird dieser Pakt auch in Deutschland intensiv diskutiert. INSA wollte von den Befragten wissen, ob sie der Meinung sind, dass Deutschland sich – wie u.a. die USA, Ungarn und Österreich – dem UN-Migrationspakt entziehen sollte.  Und: wie würden die Bürger wählen, wenn Sonntag Bundestagswahl gewesen wäre?

Ein Drittel der Befragten bejaht diese Frage (33 %). Ein weiteres Drittel ist hingegen der Meinung, Deutschland sollte sich nicht dem UN-Migrationspakt entziehen (34 %). 23 Prozent sagen, dass sie dies nicht beurteilen können und jeder Zehnte weiß keine Antwort oder macht keine Angabe (10 %, kumuliert).

31 Prozent der Westdeutschen finden, dass Deutschland sich dem UN-Migrationspakt entziehen sollte. Dies sind neun Prozentpunkte weniger als in Ostdeutschland (40 %). Dementsprechend verneinen 35 Prozent der Westdeutschen und 30 Prozent der Ostdeutschen die Frage.

83 Prozent der AfD-Wähler sind der Meinung, dass Deutschland nicht Teil des UN-Migrationspakts werden sollte. Dies ist mit Abstand der höchste Wert im Vergleich der Wählergruppen. An zweiter Stelle befinden sich die FDP-Wähler mit 41 Prozent. Bei den restlichen Wählergruppen ist jeweils eine relative Mehrheit dagegen, dass Deutschland sich dem UN-Migrationspakt entzieht. Dies geben 59 Prozent der Grünen-Wähler und 48 Prozent der SPD-Wähler an. Es folgen die Anhänger der Linkspartei (46 %) und der Union (42 %).

26 Prozent der 16- bis 24-Jährigen finden, Deutschland sollte sich dem UN-Migrationspakt entziehen. Mit zunehmendem Alter steigt dieser Anteil bis auf 40 Prozent bei den 45- bis 54-Jährigen. Von dort an sinkt der Anteil wieder bis auf 28 Prozent bei den ab 65-Jährigen. Dementsprechend ist die Ablehnung der These vorwiegend in den jüngsten und ältesten Befragtengruppen vertreten. Zwischen 19 und 25 Prozent der Befragten in den jeweiligen Altersgruppen können nicht beurteilen, ob Deutschland sich dem UN-Migrationspakt entziehen sollte.

Sonntagsfrage und Potential der Parteien

Die Union erreicht diese Woche bei der Sonntagsfrage auf Bundesebene 24,5 Prozent und bleibt an erster Stelle. Die Grünen kommen auf 19 Prozent und belegen den zweiten Platz. Es folgt die AfD mit 16,5 Prozent. Die SPD liegt mit 13,5 Prozent an vierter Stelle. Die Linkspartei erreicht elf Prozent und die FDP zehn Prozent.

Die CDU/CSU verschlechtert sich bei der Sonntagsfrage im Vergleich zur Vorwoche um einen halben Prozentpunkt. Die SPD verliert ebenso einen halben Prozentpunkt. Die Grünen erreichen einen Prozentpunkt weniger. Die FDP gewinnt einen halben Prozentpunkt, während die Linkspartei und AfD stabil bleiben.

Bei den sicheren Stimmen verlieren die Union, die AfD und die Grünen jeweils einen Prozentpunkt. Die FDP gewinnt einen Prozentpunkt hinzu. Bei den übrigen Parteien ergibt sich hier keine Veränderung.

Bei den potentiellen Stimmen gewinnt die Union zwei Prozentpunkte und die SPD sieben Prozentpunkte hinzu. Die Grünen und die FDP gewinnen hier zwei Prozentpunkte und die AfD einen Prozentpunkt. Lediglich die Linkspartei verliert einen Prozentpunkt bei den potentiellen Stimmen. Das Negativpotential sinkt bei AfD und FDP um je einen Prozentpunkt. Bei den übrigen Parteien ergibt sich keine Veränderung.

INSA-Chef Hermann Binkert im BZ-NachrichtenTV zu der politischen Stimmung in Deutschland

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