Unsere Nachbarn wollen sie nicht, der EuGH will sie nicht. Wollen die Bürger die Maut?

Wir können weder Flughafen noch Maut, unsere Nachbarn zeigen uns, wie es gehen kann. Wollen die Deutschen überhaupt eine Maut und wie stehen die Bürger Ü50 dazu? Antworten auf diese und die Sonntagsfrage gibt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungs-Institutes INSA.

Fänden die Befragten es gut, wenn trotz des Urteils des Europäischen Gerichtshofs eine Pkw-Maut in Deutschland eingeführt wird?

In etwa gleich viele Befragte stimmen zu (38 %) bzw. stimmen nicht zu (37 %), dass sie gut fänden, wenn trotz des Urteils des Europäischen Gerichtshofs zum bisherigen Maut-Vorhaben stattdessen eine Pkw-Maut in Deutschland eingeführt wird, die für alle gilt. Jeweils mehr Männer als Frauen stimmen zu (42 zu 35 %) bzw. nicht zu (40 zu 34 %), entsprechend wissen mehr Frauen (30 %, kumuliert) als Männer (18 %, kumuliert) keine Antwort oder machen keine Angabe.

Der Anteil derer, die es gut fänden, wenn trotz des Urteils des EuGHs eine für alle geltende Pkw-Maut in Deutschland eingeführt wird, steigt mit zunehmendem Alter kontinuierlich von 25 Prozent bei der jüngsten bis auf 48 Prozent bei der ältesten Altersgruppe. 33 bis 41 Prozent der Befragten der unterschiedlichen Altersgruppen stimmen der Aussage nicht zu. Entsprechend stimmt der Großteil der Befragten ab 55 Jahren zu, während die Mehrheit der Befragten bis 54 Jahre nicht zustimmt. Mit steigendem Alter sinkt tendenziell der Anteil an „weiß nicht“- und keinen Angaben von 37 Prozent bei den 18 bis 24-Jährigen bis auf 19 Prozent bei den ab 65-Jährigen.

Die Wähler der AfD, der FDP und der Grünen stimmen jeweils in etwa zu gleichen Teilen zu bzw. nicht zu (AfD 40 bzw. 43 %, FDP 44 bis 43 %, Die Grünen 39 bzw. 41 %), dass sie es gut fänden, wenn trotz des Urteils des Europäischen Gerichtshofs eine für alle geltende Pkw-Maut in Deutschland eingeführt wird. Deutliche Unterschiede zeigen sich hingegen bei den Wählern der Union und der Linke. Während die absolute Mehrheit (53 %) der Union-Wähler zustimmt und nur 32 Prozent nicht zustimmen, stimmt die Hälfte (50 %) der Linke-Wähler nicht zu und 32 Prozent stimmen zu. Auch bei den Wählern der SPD stimmen mehr Wähler nicht zu (44 %) als zu (34 %).

Wenn am Sonntag Bundestagswahl gewesen wäre, hätte…

In der Sonntagsfrage des aktuellen INSA-Meinungstrends sind die Grünen und die Union mit jeweils 25,5 Prozent gleichauf stärkste Kraft. Mit 13,5 Prozent liegt die AfD auf Platz drei, gefolgt von der SPD mit 12,5 Prozent. Die Linke erreicht neun Prozent und die FDP kommt auf 8,5 Prozent.

Im Vergleich zur Vorwoche gewinnen damit CDU/CSU und Die Grünen jeweils einen halben Prozentpunkt hinzu, während SPD und FDP jeweils einen halben Punkt verlieren. AfD und Die Linke können ihre Stimmen halten.

Die Grünen gewinnen einen Punkt an sicheren Stimmen hinzu, Die Linke hingegen verliert einen Punkt. Bei Union, SPD, AfD und FDP zeigen sich hier keine Veränderungen.

Der Anteil an potentiellen Stimmen erhöht sich bei FDP und Linkspartei um jeweils einen Punkt, wohingegen CDU/CSU, SPD, AfD und Die Grünen jeweils einen Prozentpunkt verlieren.

Der Anteil an nicht zu erreichenden Wählern vergrößert sich diese Woche bei der Union um fünf Punkte, bei der SPD um drei Punkte, bei der FDP und der Linke um jeweils zwei Punkte und bei der AfD um einen Punkt. Bei den Grünen bleibt dieser Anteil gleich.

Kommentar hinterlassen zu "Unsere Nachbarn wollen sie nicht, der EuGH will sie nicht. Wollen die Bürger die Maut?"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: