Wenn am Sonntag Bundestags-Wahl gewesen wäre… Und: Angela oder doch lieber Sahra?

Der Abstand zwischen der Union und den anderen Parteien bleibt stabil hoch. Auch beim Führungs-Personal liegt die Union mit Angela Merkel vorn, allerdings dicht gefolgt von der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht, die für viele Wähler in West und Ost attraktiv ist. Das hat das Meinungsforschungs-Institut INSA – ein Partner des Bundesverband Initiative 50Plus – ermittelt.

Die Union ist derzeit die stimmenstärkste Partei – sie kommt bei der Sonntagsfrage auf 32 Prozent und erreicht 24 Prozent sichere Stimmen. 28 Prozent der Befragten schließen die Union als Wahloption für sich aus. 14 Prozent der Wähler mit Parteinennung können sich hingegen auch vorstellen, die Union zu wählen. Die SPD kommt auf 17 Prozent der Stimmen bei zwölf Prozent sicheren Stimmen. Die Sozialdemokraten haben mit 23 Prozent den größten Anteil an potentiellen Stimmen und weisen beim Negativpotential den geringsten Wert auf (22 %).

Die AfD kommt aktuell auf 15,5 Prozent (12 % sichere Stimmen). Sechs Prozent können sich grundsätzlich vorstellen, die AfD zu wählen und zwei von drei Befragten schließen dies aus (66 %).

Die FDP kommt derzeit auf acht Prozent der Stimmen mit fünf Prozent sicheren Stimmen und 17 Prozent potentiellen Wählern. Knapp jeder vierte Wähler mit Parteinennung kann sich grundsätzlich gar nicht vorstellen, die FDP zu wählen (24 %).

Die Linkspartei erreicht zwölf Prozent und liegt somit knapp vor den Grünen. Ihr Anteil an sicheren Stimmen liegt bei sieben Prozent und 14 Prozent können sich grundsätzlich auch vorstellen, sie zu wählen. 33 Prozent der Wähler mit Parteinennung können sich dies grundsätzlich nicht vorstellen.

Die Grünen kommen aktuell auf 11,5 Prozent der Stimmen (7 % sichere Stimmen). Das Bündnis 90 hat den zweitgrößten Anteil an potentiellen Stimmen (20 %). 27 Prozent der Wähler mit Parteinennung können sich nicht vorstellen, die Grünen zu wählen.

Wie würden sich die Befragten bei einer direkten Kanzlerwahl zwischen Angela Merkel und verschiedenen Gegenkandidaten entscheiden?

Sahra Wagenknecht, Fraktions-Vorsitzende der Partei Die Linke im Deutschen Bundestag, ist für viele Wähler attraktiv

Seit 2005 ist Angela Merkel Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Wir wollten von den Befragten wissen, wen sie bei einer Direktwahl zwischen Angela Merkel und verschiedenen Gegenkandidaten wählen würden.

Würde Angela Merkel gegen Sahra Wagenknecht (Linkspartei) antreten, entschieden sich 30 Prozent der Befragten für die amtierende Kanzlerin. 23 Prozent der Befragten  würden Sahra Wagenknecht wählen. Somit erreicht Frau Wagenknecht einen deutlich höheren Wert als die drei abgefragten SPD-Politiker Olaf Scholz (13 %), Andrea Nahles (12 %) und Heiko Maas (12%). Knapp jeder vierte Befragte würde sich weder für Sahra Wagenknecht noch für Angela Merkel entscheiden (23 %). Vier Prozent kennen Sahra Wagenknecht nicht.

Im direkten Duell gegen den aktuellen Vize-Kanzler Olaf Scholz würde Merkel 30 Prozent erreichen. Für Olaf Scholz würden 13 Prozent stimmen und 29 Prozent für keinen von beiden. Für sechs Prozent der Befragten ist Olaf Scholz unbekannt.

Ähnlich ist das Ergebnis bei der Gegenüberstellung von Kanzlerin Merkel mit Andrea Nahles. 32 Prozent favorisieren Merkel und zwölf Prozent Nahles. 30 Prozent würden keine der beiden wählen und vier Prozent kennen Andrea Nahles nicht.

Dieser Wert liegt mit Bezug auf Heiko Maas bei sechs Prozent. Zwölf Prozent würden Heiko Maas gegenüber Angela Merkel bevorzugen, während 31 Prozent die amtierende Kanzlerin wählen würden. Annähernd jeder Dritte würde keinen der beiden wählen (30 %).

31 Prozent der westdeutschen Befragten würden bei einer Direktwahl Angela Merkel gegenüber Sahra Wagenknecht bevorzugen. 22 Prozent dieser Gruppe würden hingegen der Politikerin der Linkspartei ihre Stimme geben. In Ostdeutschland ist die Verteilung umgekehrt. 29 Prozent der Befragten in den neuen Bundesländern würden für Sahra Wagenknecht stimmen und jeder Vierte für Angela Merkel (25 %). 

16 Prozent der 18- bis 24-Jährigen würden Sahra Wagenknecht bei einer Direktwahl gegen Angela Merkel wählen. Mit zunehmendem Alter steigt dieser Wert bis auf 28 Prozent bei den ab 65-Jährigen. Angela Merkel erreicht die besten Ergebnisse in der jüngsten (18 bis 24 Jahre) und ältesten (ab 65 Jahre) Altersgruppe (je 34 %). Von den 35- bis 44-Jährigen würden sich nur 24 Prozent für Kanzlerin Merkel entscheiden. Tendenziell kennen jüngere Befragte Sahra Wagenknecht seltener als ältere Befragte.

Es zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Haushaltsnettoeinkommen der Befragten und dem Anteil derer, die Angela Merkel wählen würden. So würden bei einer Gegenüberstellung von Kanzlerin Merkel mit Andrea Nahles 20 Prozent der Befragten mit einem Haushaltseinkommen von unter 1.000 Euro Merkel wählen. Dieser Anteil steigt mit zunehmendem Einkommen bis auf 47 Prozent bei den Befragten mit einem Einkommen von 4.000 Euro und mehr. Andrea Nahles kommt hingegen bei allen Einkommensgruppen auf zwischen zwölf und 15 Prozent.

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