Wie zufrieden sind die Bürger alles in allem mit der bisherigen Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel?

Die jüngsten Ereignisse in Chemnitz zeigen die große gesellschaftliche Zerrissenheit in unserem Land. Das Meinungsforschungs-Institut INSA – ein Partner des Bundesverband Initiative 50Plus (BVI50Plus) – wollte von den Bürgern wissen, wie zufrieden sie alles in allem mit der bisherigen Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel sind. Das Ergebnis ist für die Bundeskanzlerin beunruhigend.

Mit sieben Prozent zeigen sich nur relativ wenige Befragte sehr zufrieden, 29 Prozent geben an eher zufrieden zu sein. Mehr als ein Viertel der Befragten (27 %) gibt an, mit der Arbeit der Bundeskanzlerin eher unzufrieden zu sein und knapp ein Drittel der Befragten (31 %) ist sehr unzufrieden.

Insgesamt überwiegt der Anteil an sehr bzw. eher unzufriedenen Stimmen mit 58 Prozent (kumuliert) deutlich den Teil der sehr bzw. eher zufriedenen Stimmen, die nur 36 Prozent (kumuliert) ausmachen.

Im Geschlechtervergleich zeigen sich die Männer zufriedener als die Frauen. So geben acht Prozent der männlichen Befragten an, sehr zufrieden zu sein. Bei den Frauen sind dies nur sechs Prozent. Weitere 30 Prozent der Männer sind mit der Arbeit von Frau Merkel eher zufrieden, bei den Frauen sind dies nur 28 Prozent.

Etwas mehr Frauen als Männer zeigen sich eher unzufrieden (29 vs. 26 %). Jeweils knapp ein Drittel (31 %) der Männer und Frauen sind mit der Arbeit der Bundeskanzlerin sehr unzufrieden. 

Aufgeteilt nach dem Alter zeigt sich eine klare Tendenz: je älter die Befragten, desto höher ist die Zustimmung, dass Krankenhäusern eine Mindestanzahl an qualifiziertem Pflegepersonal vorgeschrieben werden sollte. Während bei den 18- bis 24-Jährigen 61 Prozent der Befragten zustimmen, steigt die Zustimmung kontinuierlich bis auf 91 Prozent bei den ab 65-Jährigen an.

Der Anteil derer, die der Aussage nicht zustimmen, fällt hingegen mit steigendem Alter tendenziell. Bei den 18- bis 24-Jährigen stimmen 13 Prozent der Befragten nicht zu. Dies sinkt ab auf bis zu zwei Prozent bei den 55- bis 64-Jährigen bzw. fünf Prozent bei den ab 65-Jährigen.

Der Anteil der Befragten, die „weiß nicht“ angeben oder keine Angabe machen, ist mit jeweils 26 Prozent (kumuliert) bei den unterste beiden Altersgruppen relativ hoch. Bei den ab 65-Jährigen beträgt dieser Anteil nur 5 Prozent. Auffallend ist, dass bei einem Drittel der Altersgruppen der Anteil derer, die „weiß nicht“ oder „keine Angabe“ (kumuliert) angegeben, mindestens doppelt so hoch ist wie der Anteil, derer der nicht zustimmt.

Aufgeteilt nach Parteien zeigt sich, dass die Wähler der CDU/CSU tendenziell am zufriedensten mit der Arbeit der Bundeskanzlerin sind. Knapp ein Fünftel (19 %) gibt an, sehr zufrieden zu sein und weitere 56 Prozent, dass sie eher zufrieden mit der bisherigen Arbeit Angela Merkels sind. Kumuliert betrachtet sind also drei von vier Wähler der Union (75 %) mit der Arbeit der Kanzlerin sehr bzw. eher zufrieden. Insgesamt 23 Prozent (kumuliert) der Unions-Wähler sind sehr bzw. eher unzufrieden.

Der Großteil der SPD-Wähler zeigt sich mit einem Anteil von 39 Prozent eher unzufrieden. Knapp ein Viertel (23 %) ist sehr sogar unzufrieden. Knapp ein Drittel (32 %, kumuliert) ist allerdings sehr bzw. eher zufrieden mit der bisherigen Arbeit der Kanzlerin.

Die überwältigende Mehrheit der AfD-Wähler (80 %) ist mit der Arbeit der Bundeskanzlerin sehr unzufrieden. Weitere 15 Prozent sind eher unzufrieden. Die Zufriedenheit der AfD-Wähler fällt mit sechs Prozent (kumuliert) äußerst gering aus.

Bei der FDP ist der größte Teil der Wähler eher zufrieden (37 %), jedoch überwiegt insgesamt die Unzufriedenheit (56 %, kumuliert). Nur vier Prozent der FDP-Wähler sind sehr zufrieden mit der Arbeit Angela Merkels.

Auch bei den Linke-Wählern zeigt sich eine überwiegt klar sie Unzufriedenheit: mehr als ein Drittel (36 %) der Befragten ist eher unzufrieden, während 43 Prozent der Befragten angibt, sehr unzufrieden zu sein. Ein Fünftel der Linke-Wähler (20 %, kumuliert) zeigen sich mit der Arbeit von Frau Merkel sehr bzw. eher zufrieden.
Mehr als die Hälfte der Grünen-Wähler zeigt sich insgesamt sehr bzw. eher zufrieden (51 %, kumuliert). Ein weiteres Drittel ist eher und noch einmal 15 Prozent sind sehr unzufrieden mit der bisherigen Arbeit der Kanzlerin.

Hätten die Befragten die Frage nach der Zufriedenheit mit der Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem anderen Zeitpunkt schon einmal anders beantwortet?

In einer weiteren Frage wollte INSA wissen, ob die Befragten die zuvor gestellte Frage zu einem anderen Zeitpunkt anders beantwortet hätten. 

Gut ein Viertel der Befragten (27 %) beantwortet dies mit „ja“, die überwiegende Mehrheit jedoch mit „nein“ (59%). Mit einem knappen Drittel (31 %) sind mehr Männer als Frauen (24 %) der Meinung, sie hätten zu einem anderen Zeitpunkt anders geantwortet. Im Umkehrschluss verneinen dies mehr weibliche als männliche Befragte (61 % vs. 57 %).

Am häufigsten hätten die Wähler der FDP diese Frage anders beantwortet (40 %), gefolgt von den Wählern der Union und der AfD mit jeweils 32 Prozent. Die übrigen Parteien bewegen sich in einem Bereich zwischen 21 und 26 Prozent.

Am konstantesten bleiben die Wähler der Linken bei ihrer Meinung: 71% der Befragten geben an, dass sie auf Frage zu einem anderen Zeitpunkt nicht anders geantwortet hätten. Die Wähler der FDP stellen mit 49 Prozent den geringsten Anteil derer, die diese Frage verneinen. Die übrigen Parteien liegen in einem Bereich zwischen 57 und 65 Prozent.

Doch wie sieht es aus, wenn man die Frage nach der Zufriedenheit mit der bisherigen Arbeit der Kanzlerin mit der Frage nach der Meinungsänderung kreuzt?
Knapp drei Viertel (73 %) derjenigen, die sehr zufrieden mit der Arbeit von Angela Merkel sind, hätten diese Frage auch in der Vergangenheit nicht anders beantwortet, weitere 22 Prozent hingegen schon. Das der Befragte die gleiche Frage in der Vergangenheit anders beantwortet hätte, heißt jedoch nicht, dass er zu diesem Zeitpunkt eine gegenteilige Meinung geäußert hätte! Stattdessen ist es genauso möglich, dass er gar keine Angabe gemacht hätte oder früher sehr und jetzt nur eher zufrieden mit der Arbeit der Kanzlerin ist.

Knapp zwei Drittel der Befragten (66 %), die mit der Arbeit von Frau Merkel eher zufrieden sind, hätten auch zu einem anderen Zeitpunkt geantwortet, dass sie eher zufrieden sind. Annährend ein Viertel (22 %) hätte in der Vergangenheit jedoch anders geantwortet.

44 Prozent der Befragten, die momentan eher unzufrieden sind, waren dies auch in der Vergangenheit, während 39 Prozent dieser Gruppe die Frage zu einem anderen Zeitpunkt anders beantwortet hätte.

Gut zwei Drittel (67 %) der sehr unzufriedenen Befragten war dies auch in der Vergangenheit, ein Viertel (25 %) hatte diesbezüglich schon einmal eine andere Meinung.
45 Prozent derer, die nicht wissen wie zufrieden sie mit der Arbeit der Kanzlerin sind, wussten dies auch in der Vergangenheit nicht zu beurteilen.

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